• lctube.com
  • stubeg.com
  • Die wundersame Evolution eines Beitrags zur Klimakontroverse, gedacht für die Humorseite in zeitgeist

    (alle Fassungen von unserem Autor MAGNUS WOLF GÖLLER)

    Um Ihnen, liebe Leserin, lieber Leser, einen Einblick in unser aufwändiges Tagesgeschäft zu geben, legen wir an dieser Stelle einmal unser Redaktionsgeheimnis offen und zeigen maximale Transparenz. Für die Humorseite in der zeitgeist-Printausgabe sollte ein Beitrag zur herrschenden Klima(schutz)diskussion verfasst werden, der den Irrsinn der Angelegenheit intelligent überzeichnet. Die Vorgabe lautete: In der Kürze liegt die Würze. Verfolgen Sie selbst, wie der Prozess des Briefings seitens der Redaktion mit den schreiberischen Erkenntnisergüssen des Autors wechselwirkte. Hier die gesamte Entwicklung zum Nachvollziehen:

    Erste Fassung vom 3. Mai 2007, 0h58:

    KK

    Di Art is klim-kurz. Vrshmuzrecht verk. Am. Säng.: 1 Bl. Klopap/Sitz muss reich. Pr Ch v Eng: Wi Weltkr 2! Auf Reisprosp nur n Mal, Maur, Lo, Pa, Ro etc erl. Buta-Besch. Fr Buka M sag: „Deu Pos eind: Voreit-Rol!“ ZeiG sag, Buchst spar. Wen Klimwa weit, Alph kürz. Nixm „Busch“: Bush. Nuno Pu, Ko, Strp, Fra, Aus f Saze mö. 8 Fr: Red mach vil Trbhsgas. 8 Ma: Bir mach vil ach. Kü: Gras fres langs das ni vil frz. Sport =Klimord wg Gas. 6=Klimord wg Shwiz.

    Watu? Best: HIV (Arb nix Vir) u Shlaf f Bürgnorm. Ab Prob m Indust. Indust sag: Alu + Kusto mus hab, so al arm. Nix Wirt, nix shaft. Als EUR od sterb?

    ZeiG sag: Int Lös ka nu allg Wlns si. Wg Gas Vokal einschr o verb. Ablft i Höl vrpres. Atomkr bau. Blischri f al, wg nix Drushwä-Gas. Kind anbind. Hu, Ka, Om i Zwi!

    As: nu Trokreis ess wg Gas. Eu: Kart nu i gros Stadkesl koch. Am: Bomb mach winz.

    Rel: Kirch a Parkpl wg Gas, Geb n na Süd wg warm.

    Ha Frag? Shik  ZeiG. ZeiG ha no (sa u schr) ü 200 000 (!) Buchst ü f Vrshmuzverk!

    Afrf a al: We nu shla veg Men uf rük lig un langs atm, dn wlt uget ga langs.

    P. S.: Rest-Buchst leid sho a Wlstrt verlisd!

     


    Zweite Fassung vom 3. Mai 2007, 23h32:

    Krise als Chance: Gott vermehrt sich rasend!

    Alle drehen durch, wie immer, nur wir nicht. CO2-haltiges Tafelwasser ist längst tabu, der Feuerlöscher verkauft, außer Früchten gibt’s jetzt handwarme Mehlsuppe. Wir achten auf flache Atmung und darum auch Sex höchstens einmal pro Quartal. Statt des geplanten Zukaufs von Disney Corp. haben wir einen Klimasupervisor eingestellt, logischerweise eine Zwergin, die auch bei der Arbeit meist schlafend ihren Grundumsatz beispielhaft niedrig hält. Regungslos, mittels Blinzelzeichen, ermahnt sie uns stets, wenn Artikel zuviel Papier zu verbrauchen drohen oder jemand die Atemabluft nicht vorschriftsmäßig in die neuen gelben Container verpresst, die wir wochenends mit dem Leiterwagen ins Rheinische Schiefergebirge verbringen.

    Mit extrem dünnen, harten Bleistiften kratzen wir unsere Glyphen runenartig (gerade ist sparsamer, logo) solange auf Altpapier, bis vor der Drucklegung die „Stromsau“ angeschaltet werden darf und das Papier seiner rückwärtigen Nachnutzung zugeführt. Unterwäsche wird streng mechanisch mittels Haselruten gereinigt, wenn sie hart wird, und natürlich drehen wir abends langsam unsere Dreadlocks, aber keine Joints. Spirituell-religiös sind wir total bedient: Jahwe, der bekanntlich gerade so zum Possen einen Dornbusch abegefackelt hat, ist genauso mega-out wie Odin mit seinem achtbeinigen (!) Wiederkäuer-Beritt. Unsere Gottheit ist eine extrem raschwüchsige Grünalge, die zu Tausenden in einer alten Weinflasche sich vermehrt, dabei platzsparend CO2 frisst wie Hugo. Die Hugos gedeihen im Altar selbst, der auch Kirche ist, prächtig, und wir düngen nur mit Harn und leisen Gebeten. Wir haben gelernt, dass die Welt der Arbeit mit dem Erhalt der Schöpfung und einem gottgefälligen Dasein ohne weiteres in Einklang zu bringen ist!

    Übrigens würden Myriaden indischer Yogis gerne hospitieren, reichte nur der Platz.

    Wir helfen aber allen, so gut wir können, mit niederfrequenter Energiespar-Telepathie und absolut emissionsfreien morphogenetischen Feldern.

    Visionär und bodenständig: ZEITGEIST!

     


    Dritte Fassung vom 28. Mai 2007, 18h29:

    Intelligenzsteuer!

    Wir hier bei ZEITGEIST verfügen über erdrückende Beweise aus den Online-Recherchen des BKA sowie des Verfassungsschutzes, dass auch die Dummheit nur eine äußerst praktische menschliche, jedoch  d i e  bahnbrechend geniale Erfindung par excellence darstellt. Sie dient im Wesentlichen dem Autoimmunsystem wie dem ruhigen und erholsamen Schlaf und damit dem individuellen Wohlbefinden und entsprechenden beruflichen Fortkommen, ergo natürlich auch, überindividuell gesehen, der feilen Regierbarkeit und der Wirtschaft, mithin dem gesamten Gemeinwesen fundamental. Deshalb schätzen wir zumal die vorsätzliche, mit spitzem Bleistift kalkulierte, langfristig durchdachte und also nachhaltige Dummheit als ein hohes, wenn nicht das höchste soziale Gut. Sie ist in einem solchen Maße vorteilhaft für uns alle, dass bereits heute schon fast jedem einleuchtet, weshalb die vermeintlich gespenstisch anmutenden Einstürze der drei Gebäude des World Trade Centers 2001, welche jeder altherkömmlichen Physik des applizierten Hausbrandes hohnzusprechen schienen, eindeutig auf die menschlich verursachte Erderwärmung zurückzuführen sind. Nachbars Moped ist an der Katastrophe also genauso schuld wie der Gärbottich des Mostbauern, jeder Sprudeltrinker oder die Lungen fresssüchtiger deutscher Feldmäuse … die Adepten Bin Ladins hatten gar Rinderfürze im Rücken: Im übertragenen Sinne handelte es sich um Allahs Ökogericht für die Treibgas-Hybris der Ami-Cowboys. Wofür er früher noch eine kontrollierte Sprengung durch einen halbwegs fähigen Geheimdienst hätte anordnen müssen, dafür reicht heute eine Handvoll per Fatwah bestellter Knallköpfe, die kaum von links nach rechts lesen können und selbst den Satan für ein urjüdisch-rabbinisches Geschöpf und heute logischerweise einen zionistisch gelenkten Finsterling mit Zweitwohnsitz an der Wallstreet halten. Wir werden Hochhäuser künftig auf Wolfram-Gerüste stellen müssen, damit ihnen im Brandfalle nicht gleichfalls derart zu warm wird, dass sie allesamt mit Freifallgeschwindigkeit lotrecht in sich zusammensacken. So wird auch das Bauen wegen der Treibhausgase aus Bier- und Bohnengenuss noch einmal teurer. Wir brauchen dringend eine exponentiell progressive Intelligenzsteuer, greifend ab circa IQ 38. Selbstverständlich müssen dabei steuerrechtlich übliche Freibeträge für diejenigen eingezogen werden, die nachweisen können, dass sie sich um die Senkung ihrer Intelligenz aktiv bemühen, wie auch derer von Familienmitgliedern, insbesondere Schutzbefohlenen und Kindern, z. B durch regelmäßiges Einschalten von Super-RTL und großzügige Verabreichung einschlägiger Methylphenidat-Präparate. Gegen die Begehrlichkeiten des Finanzministeriums unterstützen wir auch die Anregung der Familienministerin, dass schwer benachteiligten Rand- und Minderheitengruppen, etwa Frauen, Christen und Heterosexuellen, mit großzügigen Übergangsregelungen Eingliederungshilfe gewährt werden sollte.

     


    Finale Fassung vom 7. Juni 2007, Uhrzeit unbekannt, unredigiert:

    Cleemashoots

    Wir wissen es jetzt: Pythagoras war der erste Klimaschützer. Er verbot Anhängern Bohnen wegen der Emission von Treibhausgasen aus dem Digestionstrakt. Dann Galilei: Würde sich doch das Kleinere ums Große drehen, gäb’s weniger Reibung, also Wärme. Dann Goethe. Der produzierte zwar massig heiße Luft, wurde aber edelhilfreichsguterweise alt, denn Greise atmen weniger als Kinder. Dann Storm, der große Novellendichter ließ seinen Helden einen Schimmel reiten, wegen der Lichtreflexion, auf der Frieslands Deiche halten sollten. Schließlich selbst der unvermeidliche A. H., der Wunderwaffen entwickeln ließ, klimaschädigenden Normalsprengstoff zu sparen (Neu-Spätnazis übersehen gerne, dass er lediglich besorgt war, Ariern könne zu warm werden, biedern sich bei naiven Zeitgenossen sogar mit der Behauptung an, er habe wegen der Rindviechflatulenzen aufs Fleisch verzichtet ...). Am besten aber ist die Lufthansa: Die spart laut Werbung um desto mehr CO2 ein, je öfter sie fliegt, jedenfalls relativ gegenüber früher. Al Gore soll sich sogar inalsoweit opfern, dass er im Gesindetrakt seiner Riesenvilla angelegentlich die Klimaanlage herunterfahren lässt und nur noch Barolo trinkt, dessen Gärungskohlensäure zertifiziert garantiert dauerhaft unterirdisch verpresst wurde, mit Stopfen aus abgereichertem Uran und Öko-Wolfram-Titan. Er soll sogar schon zu Fuß auf dem Weg zur Predigt in Dubai ohne Champagnerglas (Gas zu bedenklich) und nur stilles Wasser trinkend gesichtet worden sein, eine GPS-Messung ergab immerhin eine Strecke von guten 33 Metern.

     


    Finale Fassung, lektoriert und in dieser Form abgedruckt in zeitzeist-Ausgabe 2-2007:

    Cleemashoots: der Gipfel, dieser Klimagipfel!

    Wir wissen es jetzt: Pythagoras war der erste Klimaschützer. Er verbot seinen Anhängern, Bohnen zu essen, wegen der Emission von Treibhausgasen aus dem Digestionstrakt. Dann Galilei: Würde sich doch das Kleinere ums Große drehen, gäb’s weniger Reibung, also Wärme! Goethe produzierte zwar massig heiße Luft, wurde dabei aber edelhilfreichsguterweise immer älter, und Greise atmen weniger als Kinder. Dann Storm, der große Novellendichter ließ seinen Helden einen Schimmel reiten, wegen der Lichtreflexion, auf der Frieslands Deiche halten sollten. Auch A. H. reiht sich unvermeidlich ein: Seine Wunderwaffe hätte dazu beigetragen, klimaschädigenden Normalsprengstoff zu sparen. Neu- wie Spätnazis übersehen gerne, dass er lediglich besorgt war, Ariern könne zu warm werden, biedern sich zudem bei naiven Zeitgenossen mit der Behauptung an, er habe wegen der Rindviechflatulenzen aufs Fleisch verzichtet ... Al Gore lässt gar gelegentlich im Gesindetrakt seiner Riesenvilla die Klimaanlage herunterfahren und trinkt nur noch Barolo, dessen Gärungskohlensäure zertifiziert garantiert dauerhaft unterirdisch verpresst wurde mit Stopfen aus abgereichertem Uran und Öko-Wolfram-Titan. Er soll sogar schon zu Fuß auf dem Weg zur Predigt in Dubai ohne Champagnerglas (Gas zu bedenklich) und nur stilles Wasser trinkend gesichtet worden sein – eine GPS-Messung ergab immerhin eine Strecke von gut 33 Metern! Am besten aber ist die Lufthansa: Die spart laut Werbung desto mehr CO2 ein, je öfter sie fliegt, jedenfalls relativ gegenüber früher ...

    Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren:

    Leider keine passenden Vorschläge zu diesem Artikel.