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  • Eine Glaubensfrage

    Von FRIEDERIKE BECK

    Meine schulische Ausbildung genoss ich, fern etwaiger jugendlicher Umtriebe und Ablenkungen durch die Koedukation, auf einem von katholischen Nonnen geführten Mädchengymnasium. Obgleich selbst nicht katholisch, wurden mir an dieser Schule natürlich neben den Hauptglaubensanliegen, die im Dekalog, den Evangelien und der Kraft der Marienverehrung überliefert sind, auch Nebentugenden wie Aufrichtigkeit, Dezenz und die Vermeidung der Aufreizung des männlichen Geschlechtes vermittelt.

    Bald nach meiner Volljährigkeit trat ich jedoch enttäuscht aus der Kirche aus, nicht weil ich etwa im Glauben schwach oder meine Gespräche mit Gott langweilig geworden wäre, nein, weil ich zuviel Heuchelei und zu wenig Glaubensfestigkeit sah.

    So weckte dann doch ein Zeitungsbericht unter dem Titel „Gespräche mit meinem Freund Gott“ meine Glaubensneugier erneut, zumal, da es um eine bekannte Person des politischen Geschehens ging, nämlich den ehemaligen britischen Premierminister Tony Blair. Dieser hat sich offensichtlich ganz ähnlich wie viele andere in Gnaden oder Ungnaden, mit oder ohne Skandal, mit oder ohne Blut oder Geld, das da an ihren Händen oder Füßen klebt, entlassene Politiker, Präsidenten, Kanzler, Außenminister etc. in einen Lehrer verwandelt. Ja, in einen Universitätsprofessor wie der ehemalige spanische Präsident Aznar und der ehemalige deutsche Außenminister Joschka Fischer, und er wird 1 Jahr lang an der Yale University über Fragen des Glaubens und der Globalisierung („Faith and Globalisation“) lehren. Damit aber noch nicht genug, Blair ist wie sein Kollege Bill Clinton zu einem Konferencier geworden, einem Glaubenskonferencier.

    Tony Blair hat sich 2007 zum katholischen Glauben bekehrt
    Im Juni wurde unter größter Geheimhaltung und unter Brief und Siegel der Verschwiegenheit die Glaubenskonferenz des bedeutenden Ex-Premiers und derzeitigen UNO-, USA-, Russland- und EU-Sondergesandten für den Nahen Osten in Barcelona angekündigt. Alles, was Rang und Namen hat und meint, irgendeine Bedeutung in Wirtschaft, Geldgeschäften, Medien oder Politik zu haben, musste sich einfinden und einen Eintrittsablass bezahlen, der sich mit Weihwasser gewaschen hatte. Am nächsten Tag war wieder alles vorbei, und dann erst konnte man in den Zeitungen von dem bedeutsamen Ereignis lesen.

    Warum so geheim? Nun, natürlich um die Exklusivität zu betonen und, natürlich, auch wegen terroristischer Bedrohungen. Denn, der Glaubenskonferencier hatte sich wohl in den letzten Jahren ein paar Feinde gemacht.

    Trotz größter Anstrengungen gelang es denn auch investigativen Journalisten nicht herauszufinden, was Blair eigentlich mitgeteilt hatte. Daher musste man sich notgedrungen darauf besinnen, was er früher gesagt hatte. Wir erinnern uns: Es waren Lügen über Massenvernichtungs- und Atomwaffen gewesen, die notwendig waren, um eine Bedrohung zu konstruieren, damit man den Irak mit Krieg überziehen konnte und dabei kein schlechtes Gewissen zu zeigen brauchte. Auf der Azorenkonferenz der Kriegswilligen 2003 zeigten Fotos die triumphierenden Präsidenten Bush, Aznar und Premier Blair. Die beiden letzteren lehren bereits. Nur Bush wird noch kurz im Amt sein, und dann bestimmt ebenfalls entweder einen Ruf als Hochschullehrer für Religionswissenschaften, Schwerpunkt messianisch-apokalyptische evangelikale Theologie, an der Mormonenuniversität in Utah erhalten oder ganz einfach eine Glaubenstiftung gründen und es damit Tony Blair gleichmachen.

    Ja, Tony Blair, verantwortlicher Lügner und Kriegswilliger, Verwüster des Irak und mitverantwortlich für den dortigen Einsatz uranhaltiger Munition, die das Land auf Jahrmillionen in weiten Teilen unbewohnbar macht, (außer man kann nicht anders, als dort wohnen zu bleiben und eines frühen Krebstodes zu sterben), hat sich 2007 zum katholischen Glauben bekehrt. Der prominente Konvertit wurde vom Erzbischof von Westminster höchstpersönlich unterwiesen und in die Geheimnisse des Glaubens eingeführt. Die Bekehrung wurde unmittelbar danach noch mit der Gründung einer Glaubensstiftung untermauert. Die Liebesstiftung wurde „Tony Blair Faith Foundation“ getauft.

    Jeder Sünder ist im Schoße der katholischen Kirche willkommen
    Nun, sage ich, jeder Sünder ist im Schoße der katholischen Kirche willkommen, auch wenn er einige Sünden, sogar Todsünden, begangen haben sollte. Voraussetzung ist, dass er ein reuiger Sünder ist, seine Sünden bekennt, umkehrt und Buße tut und tätige Reue übt! … Sich erkennbar läutert und reinigt von seinem üblen und bösen Tun und von nun an Werke der Reue und Liebe und Gottesfurcht tut. Denn an ihren Früchten und Taten werdet ihr sie erkennen! Vorher und nachher! Sollte diese Umkehr zum Glauben nicht stattgefunden haben und sie sogar nur geheuchelt oder zum Zwecke der Steuerhinterziehung geschehen sein, sind dem Sünder nach katholische Ansicht auch im Jahre 2008 noch das ewige Fegefeuer mit all seinen Qualen und Foltern sicher, gegen die die Pein von Guantánamo und Abu Ghiraib wahrlich, wahrlich, verblassen wird! Kurz, die Seele des Sünders wird Gottes Angesicht nicht schauen, sondern ewig in die Fratze des Teufels blicken müssen. Hast du, Tony Blair, Kind Gottes, du dreitausendmal verirrtes Schaf, also in letzter Zeit dessen eingedenk in den Spiegel geschaut?

    Konferencier Blair verdiente im zurückliegenden Jahr sieben Millionen Pfund, das sind etwa 8,79 Millionen Euro durch Beratungs- und Konferenzwerke, wie die Geheimkonferenz in Barcelona, die ihm 300.000 Euro einbrachte. Da tat wohl eine Stiftung gut und wohl.

    Was, so fragt man sich, hat den Ex-Premierminister nun aber zum Glauben gebracht, welches war sein Schlüsselerlebnis, das ihn zu Gott zurückführte? Denn in seiner Jugend war Blair nach eigenem Bekenntnis Atheist gewesen.

    Wir wissen ja schon von George W., dass dieser, ganz glaubens- und bibelfest, sich vor allem als Vollstrecker Gottes und Offenbarer des Johannes bei der Herbeiführung der Apokalypse sieht, solange diese nicht auf seiner Ranch in Texas stattfindet.

    Blair dagegen ist Europäer und kann sich nicht so offen zum amerikanisch-evangelikalen Armageddon bekennen. Er möchte aber mithalten, das versteht man. Und so versicherte Blair, dass er „sich auf Gott stützte“, als er den Befehl gab, die englischen Truppen in den Irak zu schicken.

    „Verflucht sei, wer ein Bestechungsgeschenk nimmt, um jemanden zu erschlagen …“
    An dem Punkt beschließe ich, einen Brief an den Papst zu schreiben, um ihn zu warnen. Da er ein Landsmann ist, rede ich ihn vertraulich mit Ratzi an. ... Lieber Papst Ratzi, lieber Heiliger Vater, Wahrer und Schützer des katholischen Glaubens, ich wende mich an Dich in einer großen Herzensnot: Ich habe Angst, dass sich der Teufel über die katholische Kirche lustig macht und von ihre immer mehr Besitz ergreift: Mir ist zu Ohren gekommen, dass reulose Sünder, die nicht einmal die Anfangsgründe des heiligen Glaubens kennen noch diese beherzigen, sich als Verteidiger des Glaubens ausgeben dürfen. Reißende Wölfe im Schafspelz behaupten, Gottes Ohr zu besitzen und in seinem Namen zu handeln und ziehen immer mehr Schäfchen in den Abgrund, verwirren unsere Jugend damit und stoßen sie vom Glauben ab.

    Denn: Wie kann ein hoher Politiker behaupten im Namen Gottes zu handeln, wenn er dessen Gebote noch gar nicht kennt?

    Es steht geschrieben:

    „Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht missbrauchen, denn der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen missbraucht.“ Und:

    „Du sollst nicht töten.“ Und:
    „Du sollst nicht stehlen.“ Und:
    „Lass dich nicht gelüsten deines Nächsten Hauses (…) noch alles, was dein Nächster hat. Und alles Volk sah den Donner und den Blitz und den Ton der Posaune, und den Berg rauchen …“ (2. Mose: 20)
    Und:
    „Verflucht sei, wer ein Bestechungsgeschenk nimmt, um jemanden zu erschlagen, unschuldiges Blut (zu vergießen).“ (5. Mose: 25)

    Lieber Papst: ein hohes Schaf hat sich in aller Öffentlichkeit zum katholischen Glauben bekannt, den es gar nicht kennt und bisher nicht befolgt hat. Ich bin in großer Sorge um all die anderen Schafe, die sich um die Wahrheit und das Geheimnis des Glaubens bemühen: Dieser Würdenträger ist entweder mit Blindheit geschlagen oder er macht sich – noch schlimmer – über den Glauben lustig, wahrscheinlich lästert er sogar Gott!

    Deshalb möchte ich Dich im Vertrauen fragen, lieber Ratzi: Ist Tony Blair vor seiner Bekehrung zum katholischen Glauben zu Dir gekommen? Hast Du ihm die Beichte abgenommen, hat er sich Dir reumütig zu Füßen geworfen, hat er dir alle seine Schandtaten gestanden, auch die letzten? Hat er dir unter Tränen Besserung gelobt? Will er sich wahrhaft ändern? Ich glaube, all das hättest Du der katholischen Gemeinde schon mitgeteilt, wenn es so gewesen wäre, und mein Herz wird schwer bei dem Gedanken, dass es nicht so war.

    Ratzi, ich möchte Dich warnen, der katholische Glaube steht auf dem Spiel. Er hat es in der Welt der Sünde und des Hedonimus ohnehin immer schwerer, aber wenn solche Würdenträger jetzt zu seinen Verteidigern und Freunden gehören, dann braucht unser heiliger katholischer Glaube keine Feinde mehr. Ratzi, Du musst was unternehmen!!! Da ist etwas ganz, ganz falsch gelaufen!

    Ich schlage Dir daher als ernsthaftes Mittel zur Verteidigung der Würde des Glaubens, ja zur Verteidigung der Ehre Gottes, eine Bannbulle vor. Und zwar erstmal eine Warnbulle, so wie bei Martin Luther, bevor dann, nach 60 Tagen, die endgültige Bulle zur Exkommunikation kommt. Du kannst die Warnbulle gut und gerne „Exsurge Domine“ nenne, „So erhebe dich doch, Herr, mein Gott, noch mal“, denn darum geht es. Daran hattest Du noch nicht gedacht? Oh doch, eine Bannbulle war in der Geschichte des katholischen Glauben schon immer ein probates Mittel gegen dessen Feinde gewesen, zumindest ein rechtes Fanal, damit auch noch das letzte Schaf merkt, wer da der böse Hirte ist und wer der gute. Du würdest auch Deinem Namensvorgänger auf dem Heiligen Stuhle alle Ehre machen: Papst Benedikt XIV. hatte 1751 eine der Bannbullen gegen die Freimaurerei ausgesprochen. Das ist lange her? Nein, nein, warte nur Ratzi:

    Zeitungen melden (22.06.2008, El Pais): „Herausragende politische Führer, einschließlich ehemaliger Präsidenten der Republik, Militärs, Unternehmer, Bankiers und Intellektuelle gehören zu einer der Freimaurerlogen in Portugal. Der politische und wirtschaftliche Einfluss der Geheimgesellschaft in diesem Nachbarland ist unbestreitbar, und alles deutet darauf hin, dass er weiter wachsen wird“. Weiter heißt es, die Gran Oriente Lusitano, deren Großmeister der Historiker und Gründer der sozialistischen Partei Portugals und herausragender Hauptdarsteller der Nelkenrevolution von 1974, António Reis, war, beanspruche bei der 100-Jahr-Feier der portugiesischen Republik 2010 eine offizielle Rolle in der amtlichen Kommission. Gleichzeitig verweigert sich der Großmeister Reis jedoch, Namen von Freimaurern in verantwortlicher Stellung zu enthüllen. Und dass, obwohl die Freimaurerei nicht als Geheimbund gelten will und doch nur die Brüderlichkeit und Humanität fördert und unermüdlich am Tempel Salomons mauert. Über ihre Geheimzeichen und ihre Geheimrituale wird jedoch der Mantel des Schweigens gehüllt, wie es heißt, um den Lehrlingen nicht den Überraschungseffekt beim Aufnahmeritual zu vermasseln. Da solch ein geheimes Treiben eigentlich nur gottlos sein kann, wurde dieses Gemauere von der katholischen Kirche, jetzt kommt es, Ratzi, mit insgesamt 10 (!) Bannbullen belegt. Na also, es geht doch! Diese Antifreimaurerbullen verdammten die Freimaurerlogen als diabolisch! Gut so!

    „Ihre sündige Habgier, Bruder Blair, kommt im Gewande von payoffs und kickbacks zu ihnen“
    An diese gute Tradition des streitbaren Glaubens solltest Du im Geiste von Benedikt VIX. wieder anknüpfen, lieber Ratzi. Ich weiß, Du gehörst schon zu den Senioren und Deine Hände sind es nicht gewohnt, wie Jesus eine Peitsche zu halten, um den Tempel zu säubern, aber Du kannst noch die Feder führen und ein päpstliches Siegel auf ein Dokument drücken.

    Ich habe Dir mal was aufgesetzt, Du kannst es gerne verwenden, wenn Du möchtest, copyrightfrei, das ist doch selbstverständlich!

    Heiliger Stuhl an Tony Blair:

    „Verehrter Herr Blair, lieber Bruder im katholischen Glauben!

    Uns ist zu Ohren gekommen, dass Sie sich unlängst zum katholischen Glauben bekehrt und sogar eine katholische Glaubensstiftung gegründet haben.

    Wir begrüßen Ihren Eifer grundsätzlich, doch müssen wir auf einige schwerwiegende Bedenken hinweisen, die Ihrem weiteren Verbleib in der Gemeinschaft der Gläubigen ein ernsthaftes Hindernis sind:

    Zuallererst müssen wir feststellen, dass man Sie in England offensichtlich bei der Aufnahme in die katholische Kirche bedauerlicherweise nur unzureichend über unsere Glaubensgrundsätze aufgeklärt und unterwiesen hat. Dies schmerzt mich umso mehr, da Ihre Glaubensinitiation vom Erzbischof von Westminster persönlich vorgenommen wurde.

    Nichtsdestotrotz hat die englische katholische Kirche vorschnell und überhastet Ihrer prominenten Mitgliedschaft zugestimmt, ohne Ihre Glaubenstreue und Ihre Glaubensfestigkeit auf die Probe gestellt zu haben.

    Sowohl vor als auch nach Ihrer Bekehrung haben Sie sich einiger schwerer Verfehlungen und Todsünden schuldig gemacht. Bei den Todsünden handelt es sich um Übertretungen von göttlichen Geboten, die in klarer Einsicht und in volle Freiheit des Handelns (wie wir doch hoffen wollen) begangen wurden. Daher liegt bei Ihnen, Bruder Blair, eine schwerwiegende Störung Ihres Verhältnisses zu Gott vor. Die Todsünde steht, wie Ihnen vermutlich nicht eingehend genug eingeschärft wurde, im Gegensatz zum verzeihlichen lässlichen Vergehen. Durch diese Übertretungen haben Sie sich, Bruder Blair, in die Gefahr gebracht, die heiligmachende Gnade Gottes zu verlieren. Diese kann nur durch vollkommene Reue wiedergewonnen werden!

    Soweit wir in unserem Alter noch sehen können, verstießen und verstoßen Sie, Bruder Blair, gegen einige der Gebote Gottes, die uns der Dekalog auferlegt.

    Weiterhin stehen neben lässlichen Sünden einige Todsünden ihrem Vorstoß zu wahrer Katholizität im Wege. Unter diesen Todsünden fiel uns besonders die Habgier auf.

    Wenn die Heilige Katholische Kirche, die nicht ganz von dieser Welt ist, Wohlstand und Vermögen als Ausdruck der göttlichen Gnade in vollkommener Übereinstimmung mit der katholischen Tradition ihr eigen nennen durfte und darf, so gilt dies keineswegs für Schafe, die erst seit gestern in den Genuss der heiligen Sakramente gekommen sind oder sich diese sogar durch arglistige Täuschung eines gutwilligen Dieners im Herren erschlichen haben. Wir haben uns bei Pater de Bricassart informiert: Ihre sündige Habgier, Bruder Blair, kommt im Gewande von payoffs und kickbacks zu ihnen, so wird dies heute in der Welt genannt. Diese jedoch sind ein Gräuel vor dem Herrn!

    Was uns aber am meisten um Ihr Seelenheil fürchten lässt (und auch das unsere) ist Ihre ganz offensichtliche schmerzliche Verwechslung Ihrer eigenen Stimme und Ihres eigenen Willens mit der Stimme unseres Herrn und dem Willen Gottes. Dies grenzt, Bruder Blair, an eine Sünde wider den Heiligen Geist: wie uns das Neue Testament lehrt, die einzige Sünde, die unvergebbar ist. Die Hartnäckigkeit ist eines Ihrer Kennzeichen.

    Wir sehen uns daher nach reiflichem Bedenken gezwungen, Ihnen diese Warnbulle durch unseren Vertrauten Emissär Monsignore Albioni zustellen zu lassen. Unser allerhöchster Rat an Sie lautet, um eine definitive Exkommunikation und damit einer Ausstoßung aus der Gemeinschaft der Gläubigen zu entgehen, umgehend öffentliche, tätige und vollkommene Reue zu üben. Zum Zeichen Ihrer Umkehr raten wir Ihnen, Bruder Blair, dringend, Ihre angehäuften Millionen, die Ihnen den Weg ins Himmelreich nur versperren würden, schnellstmöglich beiseite zu räumen und zu Erste-Hilfe-Maßnahmen in den von Ihnen zerrütteten Irak und das von Ihnen zerrüttete Afghanistan zu überweisen. Gleichermaßen würden wir gelten lassen, diese zweistelligen Millionenbeträge einer Stiftung zur umfassenden Erforschung und Linderung der Kurz- und Langzeitfolgen des militärischen Einsatzes von radioaktiver Uranmunition zukommen zu lassen. Wenn dies alles aus uns unerfindlichen Gründen nicht möglich sein sollte, würden wir – in nomine dei – notfalls auch einer vollständigen Übereignung besagten Vermögens an die Heilige Katholische Kirche zustimmen (und vergessen Sie bitte nicht auch Ihre Luxus-Immobilien schnellstmöglich zu veräußern!)

    Dies sind, Bruder Blair, alles Notmaßnahmen, die Sie binnen 60 Tagen, so Gott will, in die Realität umgesetzt haben müssen, wenn Sie einer Bannbulle mit einer nachfolgend definitiven Exkommunikation entgehen wollen.

    Bedenken Sie alles reiflich, lieber Bruder Blair, und bewegen Sie es bei sich. Und bedenken Sie die Folgen: So Sie nicht gutwillig sind, werden Sie den Donner und den Blitz des Herrn spüren und den Ton der Posaune hören, und den Berg rauchen sehen …

    Ihr Papst.“


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