• lctube.com
  • stubeg.com
  • Anzeige(n)

    AIDS als Produkt des Neoliberalismus?

    Auch im Gesundheitswesen gilt „Profite vor Menschen“. Dem entsprechend ist es pervertiert: Weil wir im Alltag einer wachsenden Flut von Chemikalien ausgesetzt werden, befinden sich chronische „Zivilisationskrankheiten“ auf dem Vormarsch. Doch dagegen wird nichts unternommen. Stattdessen wird die Verantwortung auf immer neue Mikroben geschoben und regelmäßig Seuchenpanik geschürt. Denn nur so können die Pharmakonzerne prächtig verdienen, mit immer neuen Impfstoffen und Medikamenten.

    Sie und ihre Investoren haben Wissenschaft und Politik schon vor Jahrzehnten korrumpiert und ihren Profitinteressen dienstbar gemacht. Sie haben dafür gesorgt, dass alternative medizinische Sichtweisen und Methoden als „Quacksalberei“ abgetan werden. Die Gesundheit der Menschen ist ihnen völlig egal. Diese vernichtende Kritik formuliert Nancy Turner Banks, eine in Harvard ausgebildete, langjährig praktizierende Ärztin und studierte Finanzwissenschaftlerin. Die AIDS-Epidemie ist für sie ein Beispiel dieses unheilvollen Zustandes.

    Der Schwerpunkt ihrer Untersuchung liegt auf Afrika und den USA. Banks ist überzeugt, dass AIDS nicht die Folge eines neuen Virus ist. Für sie wird die tödliche Immunschwäche in den Industriestaaten durch Rauschgifte und Medikamente, in Afrika durch extreme Armut verursacht. Mit dieser Einschätzung steht die Autorin nicht allein. Zu den Skeptikern der Virus-AIDS-Hypothese gehören u. a. die prominenten amerikanischen Biologen Prof. Peter Duesberg und Prof. Lynn Margulis, der italienische Medizinprofessor Marco Ruggiero, der belgische Elektronenmikroskopist Prof. Etienne de Harven und der Chemienobelpreisträger Dr. Kary Mullis (vgl. auch die zeitgeist-Serie „AIDS: Lustseuche oder Lustseuche oder Luftblase“)

    Zu AIDS in den USA stellt Banks fest, dass der Konsum von Opiaten nach dem Vietnamkrieg in die Höhe geschossen ist. Internationale Drogensyndikate hätten das Land als Absatzmarkt entdeckt. Dem US-Geheimdienst wirft Banks vor, direkt beteiligt gewesen zu sein, um mit den Erlösen eigene illegale Aktionen zu finanzieren („Iran-Contra-Affäre“). Auch hätte man sich eine Schwächung der linken Szene und die finanzielle Auspressung der Mittelschichten erhofft. Gleichzeitig seien die homosexuellen Gemeinschaften der Großstädte von Chemiekonzernen mit Amylnitraten als Sexdrogen überschwemmt worden. Doch diese Rauschgifte hätten verheerende Auswirkungen auf die Gesundheit. So sei es zu immer mehr Fällen tödlicher Immunschwäche gekommen, wie in China, nachdem die Britische Ostindien-Kompanie das Land gezwungen hatte, Opiumhandel zu erlauben. Die These vom neuen Virus wurde laut Banks nur propagiert, um von den wahren Ursachen abzulenken und den Pharmakonzernen einen Milliardenmarkt für Testverfahren und anti-virale Therapien zu eröffnen. Ein krankmachender HI-Virus sei trotz gegenteiliger Beteuerungen nie nachgewiesen worden und die Tests deshalb ungeeignet eine spezifische Infektion anzuzeigen. Die ab 1987 verabreichten Medikamente haben laut Banks das Problem weiter verschärft. Aufgrund ihrer Giftigkeit (vor allem des AZT) und der lebenslangen Dauer der Therapie würden viele der Behandelten schwere gesundheitliche Schäden davontragen, die dann für Folgen des Virus gehalten würden. Das träfe vor allem für Menschen zu, die nicht Teil der ursprünglichen Risikogruppen waren.

    AIDS in Afrika unterscheidet sich laut Banks fundamental vom AIDS der Industriestaaten. Die Diagnose erfolge in der Dritten Welt aus Kostengründen meist gemäß der Bangui-Definition ohne bei uns übliche HIV-Tests. Als aidskrank gelte, wer über einen längeren Zeitraum unter Durchfall, Gewichtsverlust oder Infektionen leide. Das seien jedoch altbekannte Folgen von Mangelernährung und schlechten sanitären Bedingungen, d. h. von Armut allgemein. Die habe in Afrika massiv zugenommen. Schuld seien die Ausbeutung durch multinationale Rohstoffkonzerne (Diamanten, Gold, Kupfer etc.), die von IWF und Weltbank erzwungenen neoliberalen „Reformen“ und die ständigen militärischen Übergriffe des Westens. Doch mit der Umetikettierung von Armutskrankheiten zu „HIV/AIDS“ würde die Verantwortung für das steigende Elend auf die Opfer abgewälzt: Man behauptet einfach, die Afrikaner hätten zu viel Sex! Und deshalb müsse man sie zu Keuschheit und Treue erziehen, Kondome und Medikamente verteilen, aber nicht für eine gerechtere Weltordnung kämpfen!

    Für Nancy Turner Banks ist AIDS keine Folge einer Virusepidemie, sondern einer Epidemie der Gier: Die Gier der Drogensyndikate, der Pharmaindustrie, der Banken und internationalen Konzerne. Ist HIV/AIDS also ein Produkt des Neoliberalismus? In der Schulmedizin stoßen solche Ansichten selbstverständlich auf heftige Ablehnung (siehe z. B. die „Durban-Deklaration“) und Zensur. Doch das Buch von Frau Banks fordert zum Nachdenken über wichtige, grundsätzliche Fragen auf: Wie glaubwürdig ist eine medizinische Forschung, die in hohem Maße mit der Pharmaindustrie und ihren Profitinteressen verflochten ist? Werden moderne Krankheiten durch zufällig mutierte Erreger hervorgerufen, oder durch Toxine und Fehlernährung? Werden Medikamente entwickelt um zu heilen oder um Profite abzuwerfen? Wie ernst meinen es unsere Politiker mit der Hilfe für Afrika?

    „Aids, Opium, Diamonds and Empire“ stellt einen äußerst streitbaren Versuch dar, diese überfällige Diskussion in Gang zu setzen. Zu Recht wurde es bei den „Independent Publisher Book Awards“ 2011 alsMost Progressive Health Book“ geehrt. Ich kann es allen kritischen Lesern wärmstens empfehlen, die sich jenseits von medialer Hysterie und fehlgeleiteter „Political Correctness“ über alternative Sichtweisen in der Medizin informieren möchten.

    Titel: Aids, Opium, Diamonds and Empire
    Untertitel: The Deadly Virus of International Greed
    Autor: Nancy Turner Banks
    Jahr: 2010
    Verlag:
    iUniverse
    Genre: Sachbuch
    Aufmachung:
    458 Seiten, broschiert

    → Dieses Buch erwerben


    zeitgeist-Suche

    Für mehr freien Journalismus!

    Buchneuerscheinung

    Frisch im Programm