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    Strippen der Weltpolitik

    Ein ganz erstaunliches Buch legt uns der als Enthüllungsjournalist bekannte Autor hier vor. Vor dem Hintergrund der streng geheimen Bilderberger-Konferenzen, wo seit Kriegsende unter Führung des Rockefeller-Clans (oder der Rothschilds?) die Strippen der Weltpolitik gezogen werden, wird uns der Subtext einer verborgenen Geschichte erzählt, die in den Mainstream-Medien so niemals vorkommen wird.

    Natürlich bleiben bei einem solch heiklen Thema Spekulationen und Redundanzen nicht aus, die wohl einer beispiellosen Konspiration geschuldet sind, in die das Gros der westlichen Politiker, Militärs, Wirtschaftsbosse und Medienmacher verstrickt sind. Dies hat der Autor gut belegt, was schon genug Anlass zur Sorge wäre.

    Kaum weniger bedenklich stimmt einen auch dessen jesuitische Hypothese, die ja durch den Missbrauchsskandal am Berliner Canisius-Gymnasium eine zusätzliche Facette bekommt.

    Von über 80 Staaten und Stadtstaaten wurde die "zum Heil der Seelen und zur Verbreitung des Glaubens gemäß Anweisungen des Papstes – sine E ulla ergiversatione aut excusatione" 1540 offiziell anerkannte Societas Jesu SJ (Volksmund: Schlaue Jungs) wegen politischer Intrigen und Komplotte ausgewiesen und  erboten. Die päpstlichen Anweisungen an den in Rom residierenden Ordens-General priorisierten ein Ziel: die kulturangepasste Mission der Eliten, um so "hinter tausend Masken" einer globalen Kirchenmacht den Weg zu bahnen. Weltweit gibt es heute rund 4000 jesuitische Bildungseinrichtungen mit 30 Universitäten allein in den USA, darunter die renommierte "Georgetown", deren Annalen führende Bilderberger verzeichnet, wie etwa Bill Clinton und Henry Kissinger. Das Ganze finanziert durch ein ausgeklügeltes Fundraising bei schwerreichen Witwen und Waisen.

    Ihr spezifisches Gewicht bekommt nun die jesuitische Hypothese des hier besprochenen Buches durch die Tatsache, dass die Gründung der ominösen Bilderberger-Konferenzen von dem polnischen (Ex?)-Jesuiten und Geheimdienstler Joseph Hieronim Retinger initiiert wurde, der zusammen mit Prinz Bernhard der Niederlande als Vorsitzendem 1954 zu einem ersten Treffen "gleichgesinnter" Vertreter aus aller Welt in das holländische Hotel De Bilderberg in Oosterbeek eingeladen hatte.

    Gerne wollen wir weitere Schlüsse über diese Hypothese dem geneigten Leser überlassen, der erstaunt sein dürfte dabei auf die Wurzeln der amerikanischen Freiheitskriege, EU, des Euro und der Finanzkrise zu stoßen.

    Titel: Drahtzieher der Macht
    Untertitel: Die Bilderberger – Verschwörung der Spitzen von Wirtschaft, Politik und Medien
    Autor: Gerhard Wisnewski
    Jahr: 2010
    Verlag:
    Knaur Verlag
    Genre: Sachbuch
    Aufmachung:
    318 Seiten, broschiert

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