Vom Verteilen zum Teilen

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„So viel menschliche Kreativität bleibt auf der Strecke, weil sie sich nicht in die Zwangsjacke vordergründiger Verwertbarkeit von Aufwand und Ertrag stecken lässt“, stellen die Autoren in ihrer Kritik am heutigen menschenunwürdigen Wirtschaftssystem fest.

Im Zuge der integralen Bewusstseinsevolution sehen sie – quasi als Ausgleichsbewegung – das Aufkommen einer Kultur des Teilens, in welcher Wert und Würde des Menschen einen anderen Stellenwert erhalten. In diesem Übergang vom „exklusiven Wir (Win-Win: Wir zu unserem eigenen Vorteil) zum inklusiven Wir (All-Win: Wir zum Nutzen aller)“ würden auch in unsere Beziehungen neue Potenziale freigesetzt. Das Teilen bedarf für Thorsten Wiesmann und Thomas Weis vor allem dreier Fähigkeiten: Freigeben, Ausgleichen und Genügen. Einerseits soll so der kreative Fluss nicht unterbunden, andererseits Ungleichgewichte und Verhaftungen vermieden werden. Wie sich die „schleichende Revolution“ im Konkreten durchsetzen wird, bleibt allerdings offen. Am Thema Interessierte werden hier auf jeden Fall eine Vielzahl an Anregungen zum Weiterdenken finden.

Titel: Die kulturprägende Kraft des Teilens
Untertitel: Soziale Kreativität, Gruppendenken, Wirtschaft der Verbundenheit
Autor: Thorsten Wiesmann/Thomas Weis
Jahr: 2014
Verlag: Books on Demand
Genre: Sachbuch
Aufmachung: 272 Seiten, brosch.

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