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Deckname "Ginger": Geheimnisumwitterte Erfindung soll Gesellschaft revolutionieren

Durch nahezu alle Medien geistern derzeit Gerüchte um eine geheimnisvolle Erfindung, die die Welt nachhaltig verändern soll. "Die Revolution hat einen Namen" oder "Bedeutender als das Internet" lauteten vielversprechende Schlagzeilen. Firmenchefs wie Steve Jobs, Mitbegründer der Computerfirma Apple, oder Jeff Bezos vom Internet-Buchshop Amazon sollen Millionen in das Projekt investiert haben. In den USA kann das mysteriöse Etwas sogar bei Amazon vorbestellt werden, obwohl Preis, Funktion, Form und Nutzen noch völlig unbekannt sind. Was verbirgt sich hinter "Ginger"? Die Spekulationen reichen weit: Eine neue Energiequelle? Ein stabiles Einrad? Ein tragbares Auto? Oder handelt es sich womöglich nur um einen gekonnt inszenierten PR-Gag? Der Erfinder selbst, der 49-jährige Dean Kamen aus New Hampshire/USA, dämpfte unlängst die Gerüchteküche. "Tatsächlich arbeiten wir an einem vielversprechenden Projekt, es handelt sich jedoch in keinster Weise um etwas so Weltbewegendes, wie vermutet wird", war bei ZDNet im Januar diesen Jahres zu lesen. Möglicherweise ist "Ginger" lediglich eine Art Roller mit einem Rad ohne Lenkvorrichtung. Das Magazin "Inside" glaubt zu wissen, dass es sich um einen mit Wasserstoff betriebenen Zweiradroller handle. Übereinstimmend scheint nur festzustehen, dass sich die Erfindung innerhalb von zehn Minuten mit einfachen Werkzeugen funktionstüchtig zusammenbauen lässt und bei der Markteinführung 2002 weniger als 2.000 US-Dollar kosten soll.

→ Dieser Beitrag erschien in zeitgeist-Printausgabe 14 (2-2001).


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