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    Statistik-Professor kritisiert Wahlprognosen scharf

    „Wahlprognosen sind keine Orientierungshilfe, sondern Täuschung. Umfrageergebnisse werden systematisch abgeändert“, behauptete der Statistik-Professor Fritz Ulmer bereits 1997. Damals wie heute eine brisante Aussage, gerade auch im Nachgang zur Bundestagswahl, denn die Umfrageergebnisse, so Ulmer, die beeinflussten im Rückschluss nicht unerheblich die Wählermeinung. Bereits damals wollten ihn Meinungsforscher mit einer Klage auf 500.000 DM Buße oder zwei Jahre Gefängnis mundtot machen. Doch die Kläger – die Datenlieferanten des ZDF-Politbarometers – blitzten 1997 vor dem LG und OLG Hamburg ab. Inzwischen hat Ulmer seine Erkenntnisse auf eine Webseite gestellt und mit dem passenden Domainnamen versehen: www.wahlprognosen-info.de. Dort findet sich unter anderem auch ein Simulationsprogramm für statistische Berechnungen.

    (QUELLE: www.telepolis.de)

    → Dieser Beitrag erschien in zeitgeist-Printausgabe 19 (3-2002).