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    Die Klima-Religion

    Wie wir mit unserem schlechten Gewissen erpresst werden

    Von GERHARD WISNEWSKI

    „Was ist mit dem Wetter los?“, hieß es 1993 in einem kritischen Beitrag des Süddeutsche Zeitung Magazins, auch damals von Gerhard Wisnewski, einem der profiliertesten investigativen Journalisten Deutschlands. Seither vollführte das Klima allerlei Kapriolen, und die Theorien darum auch: einmal Treibhaus, dann wieder Eiszeit. Doch seit Al Gores Umwelthorror made in Hollywood macht sich die Klimaangst breit. Wissenschaftler verlassen das Terrain seriöser Neutralität, um in den Kanon einer menschengemachten Klimakatastrophe einzustimmen. Subkutan und perfide werden die Voraussetzungen geschaffen für einen modernen Ablasshandel der neuen Klima-Religion. Wohlgemerkt: Dies ist kein Artikel gegen Umweltschutz. Er soll vielmehr anregen nachzudenken, was es wirklich dringend zu schützen gilt.

    Artikelauszug: vollständiger Text in zeitgeist-Printausgabe 1-2008

    Der Februar 2007 war der bisherige Höhepunkt der Klima-Panik: Durch die Emission von Kohlendioxid aus Kraftwerksschloten und Auspuffen erzeuge der Mensch ein künstliches Treibhaus, so die Vorstellung. Das CO2 bilde eine Art durchsichtiges Glasdach. Die Erde werde sich erwärmen, der Golfstrom seine Richtung wechseln, die Gletscher und Pole abschmelzen, der Meeresspiegel steigen, Millionen Menschen werden fliehen müssen. „Verbrennen“ werde die Erde. Angesichts dessen gehen der Menschheit die Nerven durch, und zwar im Galopp.

    Mit möglichst dramatischen Bildern, nicht selten herausgelöst aus den wirklichen Zusammenhängen, werden Wetterveränderungen zur Klimakatastrophe hochstilisiert (Foto: NASA)

    Doch die Wahrheit ist: An der Vorstellung einer Klimakatastrophe stimmt so gut wie nichts: Erstens entspringt sie einem, gelinde gesagt, merkwürdigen Thermostat-Denken, das in der Annahme besteht, die Erde habe gefälligst eine konstante Temperatur einzuhalten – was noch niemals der Fall war. Die Temperatur der Erde hat schon immer geschwankt, denn sie ist ein lebendiges System und keine Maschine. Zweitens wird eine möglicherweise richtige Beobachtung (die Erwärmung der Erde) als Beweis für eine ganz bestimmte Ursache genommen, nämlich die menschliche Schuld am Klimawandel. Dabei sagt das Phänomen allein noch nichts über seine Ursachen aus. Und drittens ist die angebliche menschliche Schuld bestenfalls eine ungesicherte Hypothese, schlimmstenfalls sogar widerlegt. (…)

    War sich die ernstzunehmende Wissenschaft jahrhundertelang einig, dass es sich bei Hellseherei um Aberglauben handelt, wird der Blick in die Zukunft unter dem Etikett der Klimaforschung mit einem Mal salonfähig. Plötzlich soll es möglich sein, das Klima in 50 oder 100 Jahren vorherzusagen (was beim Wetter noch nicht einmal für wenige Tage verlässlich klappt – trotz Hightech-Messausrüstung!). Und als hauptberuflicher Prophet betätigt sich seit einiger Zeit der verhinderte US-Präsident Al Gore, der durch seinen Film „Eine unbequeme Wahrheit“ zu einer Art Übervater der Ökobewegung wurde. Nobelpreise und Oscars taten ihr Übriges, wobei weitgehend unterging, dass ein Londoner Gericht neun gravierende Fehler im Film feststellte und seine Vorführung im Schulunterricht nur mit Auflagen gestattete. (…)

    Statt uns mit wirklich schädlichen Gasen zu beschäftigen, haben es Politik und Wissenschaft, allen voran der Weltklimarat IPCC (Intergovernmental Panel on Climate Change), fertig gebracht, dass wir uns nur noch mit einem natürlich vorkommenden und unschädlichen Gas befassen (gefährlich wird es erst ab einer Konzentration von 5 % in der Atemluft). Aber CO2 hat noch einen weiteren Vorteil: Da es „ubiquitär“ ist (also überall vorhanden ist und von allem und jedem produziert wird, egal ob Kind, Oma, Hund, Hamster, Katze oder Auto und Industrie), eignet es sich für politische Eingriffe in jeden, aber auch jeden Lebensbereich. Auch die meisten verbrauchenden und produzierenden Tätigkeiten lassen sich direkt oder indirekt mit dem Allerweltsgas CO2 in Verbindung bringen. (…)

    Der Hauptzweck von Al Gores Werk besteht wohl darin, Angst zu erzeugen (filmerisch bedient er sich in seiner „Doku“ ganz geschickt einer Dramaturgie, wie man sie sonst nur aus Horror- oder Katastrophenfilmen kennt). Angst entwaffnet und schüchtert ein. Sie macht manipulierbar und bereit, sich jede politische Maßnahme gefallen zu lassen, die sonst nicht durchgesetzt werden könnte. Erzeugt wird die Angst durch die höllengleiche Endzeitstimmung: durch die Drohung einer verbrennenden Erde, wütender Stürme und steigender Fluten – Sintflut?! Sie merken schon: Die Klimakatastrophe ist nicht nur Politik, sondern auch Religion. Sie ist die vielleicht zarteste Versuchung seit der Erbsünde, denn nichts und niemand kann dem neuen „Klima-Glauben“ entrinnen. (…)

    Alles über die Hintergründe der Klima-Religion und die dadurch drohenden Gefahren für uns und unsere Gesellschaft lesen Sie in Ausgabe 1-2008.

     

    LITERATUR:



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