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    Wirksamkeitsnachweis für homöopathische Verdünnung entdeckt?

    Mögliche Erklärungen für Phänomene der Homöopathie liefern jüngste Studien eines südkoreanischen Chemiker-Teams am Kwangju Institute of Science and Technology. Sie experimentierten mit so genannten Fullerenen – fußballförmigen Molekülen – und fanden heraus, dass diese in Verdünnungen unregelmäßige Aggregate bilden. Das Erstaunliche dabei: je höher die Verdünnung, desto größer die Aggregate. Bisher hatte man angenommen, dass sich Moleküle beim Verdünnen einer Lösung immer mehr verteilen. Ihre Entdeckungen bei den Fullerenen hatten die Forscher neugierig gemacht, sie wiederholten die Experimente mit verschiedenen organischen Molekülen – darunter auch die Erbsubstanz DNS – und sogar mit ordinärem Kochsalz. Es zeigte sich, dass sich auch diese Teilchen wie die Fullerene verhielten. Die entstehenden Molekülcluster waren in der Verdünnung meist fünf- bis zehnmal so groß wie in der Originallösung. Doch damit nicht genug. Auch die „Geschichte der Verdünnung“, so die Wissenschaftler, spiele eine Rolle. Das bedeute, dass es für die Clusterbildung nicht egal sei, wie sich die Ausgangslösung zusammensetzte. Vielmehr würden die Aggregate umso größer, je verdünnter die Ausgangslösung sei. Die Moleküle schienen sich zu merken, woher sie stammten. Mit den Forschungen könnten wichtige Aspekte der Homöopathie und andere Methoden der Informationsmedizin erklärt werden. Erstens könnte sich durch die Clusterbildung in den Verdünnungen die biologische Wirksamkeit verschiedener Substanzen erhöhen, und genau davon geht die Homöopathie aus. Zweitens könnte durch die von den Forschern entdeckte Merkfähigkeit der Moleküle erklärt werden, wieso in der Homöopathie selbst noch Verdünnungen wirken, in denen eigentlich keine Moleküle der Wirksubstanz mehr vorhanden sind, sondern nur noch die „Information“ des Stoffes. „Die Beobachtung ist kein Beweis für die Homöopathie, aber sie deckt sich mit dem, was wir denken und ist sehr ermutigend“, zitiert der „New Scientist“ Peter Fisher, den Forschungsdirektor am Royal London Homeopathic Hospital. Ein deutscher Kollege der südkoreanischen Forscher, Kurt Geckeler, hofft, dass andere Forscher das Experiment wiederholen. „Wenn das Ergebnis bestätigt wird“, so Geckeler, „wäre es ein echter Durchbruch.“

    (QUELLEN: SN/APA/Netzzeitung)

    → Dieser Beitrag erschien in zeitgeist-Printausgabe 17 (1-2002).