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    Existiert ein zehnter Planet in unserem Sonnensystem?

    Nach Angaben der US-Weltraumbehörde NASA wollen amerikanische Astronomen den fernsten derzeit bekannten Himmelskörper unseres Sonnensystems entdeckt haben. Das nach der Inuit-Meeresgöttin Sedna benannte Objekt sei drei Mal weiter von der Sonne entfernt als Pluto, der bislang äußerste neunte Planet des Systems. Mit einem geschätzten Durchmesser von 1100 bis 2300 Kilometern scheint Sedna ähnlich groß zu sein wie ihr Nachbar Pluto. Medienberichten zufolge wird Sedna bereits als zehnter Planet gehandelt.

    Die NASA hingegen sprach zunächst nur von einem "mysteriösen Objekt". In den vergangenen Jahren waren Astronomen bereits auf zwei ähnliche Objekte am Rande unseres Sonnensystems gestoßen, den 1700 Kilometer großen "2004 DW" und den 1250 Kilometer großen "Quaoar". Das neue Objekt mit der wissenschaftlichen Bezeichnung "2003 VB16" wurde erstmals im November letzten Jahres mithilfe des Mount-Palomar-Observatoriums in Kalifornien entdeckt, später dann unter anderem mit dem Weltraumteleskop Spitzer untersucht. Sedna ist demnach derzeit etwa 90 Mal weiter von der Sonne entfernt als die Erde und kann sich auf seiner Bahn noch zehn Mal weiter von unserem Zentralgestirn wegbewegen. Der Berliner Planetenforscher Ekkehard Kührt vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt blieb bei der Frage nach dem zehnten Planeten abwartend: "Das ist eine Definitionsfrage, keine wissenschaftliche. Es gibt auch viele Astronomen, die nicht einmal Pluto als Planeten ansehen." Dennoch werden diese Entdeckungen wohl die Spekulationen nähren, die der Altorientalist Zecharia Sitchin in seinem Buch "Der 12. Planet" (Kopp-Verlag 2003) bereits vor fast 30 Jahren aufstellte. Seine These, die er aus der Übersetzung von Keilschriften alter sumerischer Tontafeln ableitete, bekundet, dass es in unserem Sonnensystem einen weiteren Planeten, für ihn der zwölfte (Sonne und Erdtrabant eingerechnet), geben muss. Geschätzte Sonnenumlaufzeit: 3600 Jahre. Sitchins Annahmen erfreuten sich vor allem in Präastronautikkreisen reger Beliebtheit – vielleicht, weil sie in den Ohren der Wissenschaft damals noch wie reine Science-Fiction klangen.

     

    (QUELLE: www.web.de)

    → Dieser Beitrag erschien in zeitgeist-Printausgabe 23 (2-2004).