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    Internet-Irrwisch: Geld verdienen durch Vertippen Anderer

    Es war eine besondere Geschäftsidee, mit der John Zuccarini bis vor kurzem im Internet sein Geld verdiente: Internet-Nutzer vertippen sich gelegentlich, wenn sie die Adresse einer Web-Seite eingeben – auf solche Surfer wartet der Amerikaner. Falsche Schreibweisen wie etwa harrypottor.com führten dann nicht zu einer Fehlermeldung, sondern auf eine Seite, die Zuccarini vorausschauend registriert hatte. Dort wurden die Surfer mit Werbung bombardiert für Online-Casinos oder Sex-Seiten. Für jede Werbung kassierte Zuccarini 10 bis 20 Cent. Rund 3.000 Webseiten, so genannte "Typo-Domains", hatte er registrieren lassen. Die Vertipper brachten ihm ein Jahreseinkommen von etwa einer Mio. US-Dollar ein. Besonders Kinder und Jugendliche waren leichte Opfer, denn sie vertippen sich häufiger. Allein 41 Adressen variierten den Namen der Sängerin Britney Spears, andere Tippfallen waren um die Web-Seite der Teletubbies aufgebaut. Das wurde ihm jetzt zum Verhängnis: Ein neues amerikanisches Gesetz, der "Truth in Domain Names Act 2003", verbietet es, mit irreführenden Internet-Adressen Kinder aus Sexseiten zu lotsen – Zuccarini sitzt seit Anfang September in Haft. Wie der Staatsanwalt sich gegenueber AP ausdrückt, kann er sich keinen besseren Fall vorstellen, um das neue Gesetz erstmals zur Anwendung zu bringen.

    (QUELLE: "Sommerakademie-Newsletter" vom 23.10.2003)