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    Redaktionelle Kurzmeldungen

    "Deutschland im Umbruch": Neue Vortragsreihe mit Willy Wimmer

    Vom Diskurs zum Konkurs – eine Republik wird abgewickelt: So lautet der Untertitel des neuen Buches von Willy Wimmer, und das aus gutem Grund. Die Berliner Republik vollzieht einen Wandel, der nichts Gutes verheißt. Man darf getrost auch vom Niedergang der Demokratie in unserem Land sprechen.

    Als ehemals verteidigungspolitischer Sprecher der CDU/CSU-Fraktion sowie Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Verteidigung weiß Willy Wimmer, wovon er spricht. In den 33 Jahren seiner Abgeordnetentätigkeit im Deutschen Bundestag und als Vizepräsident der Parlamentarischen Versammlung der OSZE, mit einem Wirkungsradius zwischen San Francisco und Wladiwostok, hat er bessere Zeiten erlebt – auch im Umgang mit anderen Staaten.

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    Wahlbeobachtung im Trend: von Politikverdrossenheit zu demokratischer Teilhabe

    Vor ein paar Wochen ging es durch die Medien: Die OSZE entsendet Wahlbeobachter nach Deutschland, zur Bundestagswahl 2017. Eine erstaunliche Meldung, kennt man so etwas doch hauptsächlich von autokratischen Staaten respektive diktatorisch regierten Ländern. Drei bis fünf Fachleute werden es sein, die einen geschulten Blick auf den rechtmäßigen Ablauf der Wahl werfen sollen.

    Das reiche bei weitem nicht aus, meinen nicht wenige besorgte Bundesbürger, und verweisen dabei auf die zuletzt bekannt gewordenen Falschauszählungen, z. B. anlässlich der Europawahl 2014 oder jüngst bei der Landtagswahl in Nordrhein-Westfalen im Mai dieses Jahres. Schließlich gebe es viele Möglichkeiten, das Wahlergebnis zu manipulieren, etwa indem gültige Stimmen zu ungültigen erklärt oder mit zusätzlichen Kreuzen ungültig gemacht würden. Auch könnten Stimmen – ob mutwillig oder versehentlich – auf den falschen Stapel gelegt werden. Besonders die Briefwahl sei anfällig für Wahlbetrug.

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    Zum Tode von Friederike Beck: Erinnerungen an eine herausragende Publizistin

    Am 28. Mai 2017 verstarb die investigative Journalistin, Buchautorin, Bloggerin und Friedensaktivistin Friederike Beck nach längerer Krankheit. Ein schmerzlicher Verlust, auch für die alternative Medienlandschaft.

    Friederike Beck (1968–2017) bei einer Lesung in der Bodenseeregion (Foto: Archiv zeitgeist-Verlag 2012)

     

    Größere Bekanntheit erlangte sie 2009 durch ihre Recherchen zum rasanten Aufstieg des damaligen Wirtschafts- und späteren Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg. Ihr „Guttenberg-Dossier“ erschien in einer ersten Version als Online-Artikel (in zwei Teilen) und wurde innerhalb eines Jahres über eine halbe Million Mal aufgerufen. Eine überarbeitete Fassung, ergänzt um einen umfangreichen dritten Teil, erschien 2011 als Taschenbuch im Verlag zeitgeist Print & Online.

    Friederike Beck gebührt die Ehre, diejenige gewesen zu sein, welche die transatlantischen Verstrickungen in Wirtschaft, Politik und Medien aufdeckte und einer größeren Öffentlichkeit bekannt machte. Mit dem „Guttenberg Dossier“ und den zwei begleitenden Video-Interviews, in dem Ross und Reiter benannt und die Ursprünge des Transatlantizismus beschrieben werden, hat sie Geschichte geschrieben. Ihre Nachforschungen wurden später u. a. von der ZDF-Sendung „Die Anstalt“ aufgegriffen. Heute wird die Einflussnahme transatlantischer Netzwerke auf deutsche Eliten kaum noch bestritten.

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    Ist Europa am Ende? – Neue Vorträge mit Willy Wimmer

    Die Welt ist im Umbruch, die Verbündeten und Gegner des Zweiten Weltkrieges stehen gemeinsam an der russischen Staatsgrenze, die Bundesregierung putscht gegen die nationale Rechtsordnung, der Schutz des staatlichen Territoriums und der Europäischen Union findet nicht statt, Europa sieht der Ausplünderung Afrikas teilnahmslos zu: Ist Europa am Ende?

    Immer mehr Menschen stellen sich diese und ähnliche Fragen, auf die Willy Wimmer im Rahmen seiner neuen Vortragsreise Antworten geben wird.

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    Ist Europas Frieden in Gefahr? Vorträge mit Willy Wimmer

    Willy Wimmer und sein Buch "Wiederkehr der Hasardeure", das er zusammen mit Wolfgang Effenberger verfasste (Foto: Lothar Berns/Neuß-Grevenbroicher Zeitung)
     

    Die Ukrainekrise hat einen neuen kalten Krieg in Europa heraufbeschworen. Kaum jemand hatte das nach der Entspannung der letzten Jahrzehnte auf dem Schirm gehabt. Doch nun wird so manchem bewusst, dass Frieden nichts Selbstverständliches ist. Für seinen Erhalt muss man sich einsetzen. Zumal es augenscheinlich Kräfte gibt, die mit Frieden überhaupt nichts am Hut haben.

    Die Propagandamaschinerie läuft längst auf Hochtouren. Die NATO lässt die Säbel rasseln vor der Haustüre Russlands, Putin kontert mit eigener Demonstration seiner Stärke. Der Verteidigungsexperte Willy Wimmer befürchtet, dass wir uns in großen Schritten auf eine militärische Auseinandersetzung mit Russland zu bewegen könnten.

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