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    Hier finden Sie laufend aktualisierte Meldungen, aggregiert aus Medienquellen vorwiegend jenseits des Mainstream (via Net-News-Express):


    • System Madeira: Steuerparadies mit Segen der EU-Kommission
      Seit 30 Jahren genehmigt die EU-Kommission extrem niedrige Steuersätze auf Madeira. Das Ziel: die Wirtschaft ankurbeln. Tatsächlich profitieren internationale Großkonzerne und Superreiche. Arbeitsplätze entstehen kaum. Und anderen Ländern entgehen Steuereinnahmen in Milliardenhöhe. Die Steuervorteile der Freihandelszone Madeira haben schon tausende Unternehmen angelockt. Über viele Jahre zahlten Firmen überhaupt keine Steuern, seit 2013 liegt der Steuersatz einheitlich bei 5 Prozent. Die Niedrigsteuerpolitik soll Wachstum und Arbeitsplätze nach Madeira bringen. Doch der Plan von Portugals Regierung und der EU-Kommission geht nach BR-Recherchen nicht auf. Trotzdem erteilt Brüssel der Freihandelszone Madeira immer wieder die Genehmigung. BR Data und BR Recherche haben das Unternehmensregister von Madeira elektronisch durchsuchbar gemacht und systematisch ausgewertet. So kommt ans Licht, wer wirklich vom System Madeira profitiert.
    • Mandat zum Abkassieren
      Martin Schulz hat kein Herz für die wirklichen Steuerzahler. Wenn überhaupt, dann will die SPD allenfalls denen ein paar Euro nachlassen, die schon heute kaum Abgaben entrichten. Wer jedoch deutlich über 4.000 Euro im Monat verdient, muss unter einem Kanzler Schulz mit einem Anstieg der ohnehin schon steilen Progressionskurve von 45 auf 48 Prozent rechnen. Mit 5,5 Prozent Solidarzuschlag, der entgegen aller Versprechen zur Ewigkeitssteuer wird, sowie steigenden Sozialabgaben, die bald die 40-Prozent-Marke übersteigen dürften, bleibt den verachteten Gutverdienern netto weniger als die Hälfte vom Brutto.
    • Die Zukunft birgt Gefahren
      Wie lange erhält sich die Blase der heilen (westlichen) Welt noch, bis sie plötzlich und umso härter für viele platzen könnte? An vielen Ecken stoßen die systemlichen Schwierigkeiten und Fehlentwicklungen schon bitterst auf. Die Gefahr ist groß, dass die Staatsschuldenblase irgendwann gewaltig explodiert, sämtliche Bereiche werden betroffen sein. Derzeit versucht man durch Flüchtlingsdebatten und andere Ablenkungsmanöver Menschen nicht zu beunruhigen. Ein völliges Aufbegehren gegen politische Kartelle zu unterdrücken. Die Finanzmärkte der Schattenbankensysteme tragen mittlerweile unvorstellbare Summen. Letztere Krisen an den Finanzmärkten waren doch kaum spürbar für die Mehrheit.
    • Steh’n im Stall zu viele Kühe …
      Jene, die politisch links ticken, sind im öffentlichen Auftritt immer mal wieder einfallsreicher, witziger, frecher und unterhaltsamer als die Rechts-Ticker, die mit dergleichen nicht sonderlich auffallen, also zur Kurzweil weniger beitragen. Ein Beispiel dafür hat jüngst das SPD-geführte Bundesumweltministerium mit seinen elf Bauernregeln geliefert. Wohl mögen diese nicht im Ministerium selbst erfunden worden sein, schon gar nicht von der Ministerin Barbara Hendricks, sondern von einer Werbeagentur. Aber das Ministerium hat sie sich immerhin zu eigen gemacht, um den Landwirten mit Humor beizubringen, was es von ihnen erwartet. Doch mit Humor – unabhängig von linke und rechts – ist das so eine Sache: Die einen erfreuen sich daran, die anderen fühlen sich durch ihn beleidigt.
    • Das kleine Rote
      Wie Portugals linke Minderheitenregierung durch Pragmatismus für Stabilität sorgt. Sozialdemokratisch geführte Regierungen sind selten geworden in Europa. In zahlreichen europäischen Ländern wurde die traditionelle Hegemonie der großen Volksparteien beendet. Neuartige Bündnisse für die Regierungsbildung sind vielerorts unumgänglich. In dieser komplizierten Gesamtlage suchen sozialdemokratische Parteien nach Wegen, ihre politische Führungsrolle zurückzuerlangen. Ein Beispiel für erfolgreiche Bemühungen in diesem Sinne ist die seit 2015 amtierende sozialistische Minderheitsregierung in Portugal. Aufgrund der unterschiedlichen Ausgangslagen ist diese sicherlich kein Modell für Länder wie Deutschland, aber an ihrer völlig unerwarteten Entstehung und an ihrem bislang sehr erfolgreichen Wirken kann gezeigt werden, wie die linke Mitte die politische Initiative und verloren gegangene Wählerschichten zurückgewinnen kann.
    • Zwischen Militärs und Monarchen
      Die USA sorgen sich erstmals um die Demokratie in Thailand. Thailand ist ein Land zwischen Militärdiktatur und Monarchie, gezeichnet von Putschen, blutigen Friedensbewegungen und Verfassungsänderungen. Anlässlich der jüngsten internationalen Militärübungen sorgen sich die Amerikaner nun um die Demokratie Thailands. An den internationalen Übungen im Rahmen des Cobra-Gold-Manövers nehmen alljährlich mehrere Länder teil. In diesem Jahr sind es 29, die USA und Thailand sind die Gastgebernationen. Admiral Harry Harris, der oberste befehlshabende Offizier es US-Pazifikkommandos, nutzte die Gelegenheit und rief Thailand dazu auf, ein starker und verlässlicher Partner zu sein, der sich der Demokratie verschreibt.
    • Pakistan: Das Leugnen wird weitergehen - auch in Europa
      In Pakistan kamen bei einem Selbstmordanschlag wieder mehr als 80 Menschen ums Leben, darunter 20 Kinder - Gilbert Kolonko sieht die eigentliche Verantwortung dafür bei Politikern und Generälen. Vor drei Monaten traf es den Sufischrein von Bilawal Shah Norani, auch dort wartete der Attentäter bis das sufistische Dharmal Ritual begann, und riss dann 52 Menschen mit in den Tod. Davor waren es Anwälte in Quetta. Anfang der Woche eine Demonstration im Herzen von Lahore. Und nun den berühmtesten Schrein Pakistans, den des roten Sufis in Lal Shahbaz Qalandar in der südlichen Region Sindh. Jedes Jahr ist er das Pilgerziel von Millionen Pakistanern. Sie zeigen damit auch, dass es weiterhin der tolerante Sufismus ist, der die meisten Muslime Pakistans prägt.
    • Schlagstöcke gegen die Freiheit der Wissenschaft
      Eine bedrohliche Situation: Mehr als 100.000 Angestellte und Beamte sind in der Türkei seit Juli 2016 entlassen worden. Mindestens die Hälfte davon sind Lehrer, Universitätsdozenten oder Professoren. Im Bundesbildungsministerium in Berlin ist man alarmiert. Ankara, am Freitag vergangener Woche. Studenten und Professoren der Universität Ankara haben sich zu Protesten versammelt, umzingelt von Polizisten mit Schlagstöcken und Schutzschilden. Nach einem über Nacht erlassenen Notstandsdekret waren erneut über 4400 Beamte entlassen worden, darunter 330 Dozenten und Professoren an Universitäten.
    • Sicherheitskonferenz: Zur Beruhigung kein Anlass
      Trumps Stellvertreter bemühten sich auf der Münchner Sicherheitskonferenz um Beschwichtigung. Doch auch sie denken nur an die Rüstungsindustrie. Die europäischen Nato-Staaten zeigen sich erleichtert. Wortreich haben die Repräsentanten der US-Administration auf der Münchner Sicherheitskonferenz ein Bekenntnis zum transatlantischen Bündnis abgelegt und versichert, dass Donald Trump das genauso sähe. Wie schön. Allerdings hat es angesichts des Treibens ihres Präsidenten schon beinahe etwas unfreiwillig Komisches, wenn Pentagon-Chef James Mattis von den „Werten der Aufklärung“ schwadronierte und Vize-Präsident Mike Pence die Werte der Freiheit, der Demokratie, der Gerechtigkeit und der Rechtsstaatlichkeit beschwor, die es gemeinsam zu verteidigen gelte. Mit der Realität hat das wenig zu tun. Tatsächlich sind die „Werte“ der Trump-Regierung andere.
    • Creating open border majorities
      While Eastern Europe is more realistic and has a strong commitment to national sovereignty in Western Europe governments are willing to serve the Soros agenda. Not everybody is accomplice everywhere but the conditions for resistance are quite different. Without knowledge of international background and deep state strategies it is hard so see how countries are getting under total control. Different government behaviour give us a clue how far countries are yet underminded by foreign forces.
    • Ventile auf der Suche sich abzureagieren
      Entweder es sind plötzlich zuhauf Menschen in der Öffentlichkeit, die sich über alles und jenes Luft machen, oder sie neigen dazu, sich zurückzuziehen in der Hoffnung, der, der am lautesten brüllt, wird schon alles richten. Interessanterweise sind gerade diejenigen am lautesten, die sich bislang mehr oder weniger gar nicht am politischen, wirtschaftlich, sozialen Geschehen beteiligt haben.
    • Deutschland droht ein Währungskrieg
      Fassungslosigkeit herrschte in Deutschland nach dem Trump-Interview der «Bild»-Zeitung [16.1.2017]. Ist man darüber erschrocken, dass der neue amerikanische Präsident versteht, was im internationalen Handel schiefläuft? Als Donald Trump zum Präsidenten gewählt wurde, hatten wir bei Makroskop schon so eine Ahnung. Gleich zu Beginn des neuen Jahres drohte er China, Zölle von 45 % auf chinesische Importe zu erheben. Da war es klar, wohin die Reise gehen sollte. Kurz nach Trumps China-Verlautbarung, am 13. Januar, schrieb Heiner Flassbeck in dem Beitrag «Trump und China – ein Vorgeschmack auf Trump und Deutschland» wörtlich: «Deutschland sollte sehr genau hinsehen, wie Trump sich zu China verhält, denn auch Deutschland, das G-20-Land mit dem höchsten Überschuss der Exporte über die Importe (fast 9 % des BIP) hat einiges zu verlieren. Die USA sind für Deutschland der Handelspartner mit dem grössten Defizit von etwa 60 Milliarden Euro pro Jahr. Das wird dem Präsidenten Trump spätestens dann auffallen, wenn sein Finanzminister den jährlichen Currency Report an den Kongress erstellt, in dem aus der Sicht der USA die grössten Sünder im internationalen Handel angeprangert werden.»
    • Bedingungsloses Grundeinkommen mit eBay
      Weltweit größtes Projekt startet in Kenia. Die Organisation GiveDirectly betreibt seit Monaten in Kenia ein Pilotprojekt zum bedingungslosen Grundeinkommen. Zunächst nahmen 6.000 Menschen aus einigen Ortschaften daran teil. Nun soll das Experiment auf insgesamt 26.000 Menschen ausgeweitet werden. Nach Staaten wie Finnland, das ein bedingungsloses Grundeinkommen bereits unter Beteiligung von 2.000 Menschen testet, rückt nun das ostafrikanische Land Kenia ins internationale Rampenlicht der Grundeinkommens-Befürworter und der Kritiker. In dem auch für seine dynamische digitale Szene bekannten ostafrikanischen Staat am Indischen Ozean startete die Organisation GiveDirectly bereits vor einigen Monaten ein entsprechendes Pilotprojekt unter Beteiligung einiger kenianischer Dörfer.
    • Schulden zwischen Euro-Staaten
      Spekulationen über Euro-Austritt und den Bilanzposten im Target-System der EZB. Mario Draghi hat vor einigen Wochen Bemerkenswertes von sich gegeben. In einer Antwort an zwei Abgeordnete der italienischen »Fünf-Sterne-Bewegung« bestand der Präsident der Europäischen Zentralbank (EZB) darauf, dass ein Land, das den Euro aufgibt, die bis dahin aufgelaufenen Schulden bei der EZB begleichen müsse. Die Bemerkung Draghis ist in doppelter Hinsicht bemerkenswert. Draghi hatte bisher alle Fragen danach, was geschieht, wenn ein Land aus der Euro-Zone austritt, mit der Bemerkung abgetan, die Währungsunion sei, wie es im Maastricht-Vertrag heißt, »irreversibel«, also unumkehrbar. Davon ist er jetzt abgewichen. Die Realität der Euro-Krise wird ein Stück mehr anerkannt.
    • Widerstand gegen rechte Professoren an der Humboldt-Universität wächst
      An der Berliner Humboldt-Universität wächst der Widerstand unter Studenten gegen ihre rechten Professoren. Die Fachschaftsräte- und -initiativenversammlung (FRIV), der Zusammenschluss aller Fachschaftsvertretungen an der Universität, verabschiedete eine „Stellungnahme gegen rechte Positionen in der Lehre“ und setzt damit ein klares Zeichen gegen die Rechtsentwicklung und für die Meinungsfreiheit an der HU. „Rassistische, nationalistische, antisemitische, sexistische und militaristische Positionen haben in Lehre und Forschung ebenso wie jede andere Form von Diskriminierung nichts verloren“, heißt es in der Stellungnahme. In der letzten Zeit hätten jedoch „vermehrt Dozierende der HU solche Standpunkte im universitären und öffentlichen Rahmen vertreten oder relativiert“.
    • EU-Expertengruppe für Diesel-Fahrtests dominiert von Unternehmen
      Reform der Beratergruppen der EU-Kommission völlig unzureichend. Weiterhin haben Unternehmen gute Chancen, Expertengruppen der EU-Kommission zu dominieren, und damit Gesetzgebung in ihrem Sinne zu gestalten. So waren 32 der insgesamt 41 Mitglieder der Expertengruppe für neue Diesel-Fahrtests Unternehmensvertreter. Das zeigt eine neue Studie unserer Partnerorganisation Corporate Europe Observatory (CEO) ein Jahr, nachdem die Kommission ihre Regeln für die EU-Expertengruppen überarbeitet hat. Die Studie belegt zudem, dass die Reform der Regeln für die Beratungsgremien kaum Fortschritt in Sachen unausgewogenem Lobbyeinfluss gebracht hat.
    • Roland Tichy: Der Bauchredner
      Roland Tichy war einmal ein neoliberaler Chefredakteur und forderte: "Ausländer rein!" Nun hat er die Seiten gewechselt. Gleich im ersten Telefonat, in dem es um einen Gesprächstermin für dieses Porträt über ihn geht, sagt Roland Tichy: "Worauf ich aber keine Lust habe, ist jetzt dieses Pegida-Etikett. Das wird ja auch verwendet, um Leute einfach zu desavouieren." Wenige Wochen nach diesem Telefonat ruft im Dezember ein Werbemanager Anzeigenkunden zum Boykott rechtsgerichteter Internetseiten auf. Er trifft damit auch das Portal von Roland Tichy, der sich daraufhin an seine Leser wendet: "Wir lassen uns das Wort nicht verbieten. Wenn Sie in vielen Dingen anderer Meinung sind: Kämpfen Sie trotzdem mit. Denn es könnte morgen Ihre Meinung sein, die nicht mehr gefällt. Die Einheitsmeinung hat keine Zukunft."
    • Zeigt der Kapitalmarkt Trump die rote Karte?
      Die ausländischen Investoren, deren Geld Trump benötigt, um „America“ wieder „great“ zu machen, werden ihn schon zur Vernunft bringen, hofft „Die Welt“. Sie befürchtet aber gleichzeitig, dass die Fed ihm einen billigen Ausweg bieten könnte. Die einen fürchten ihn und die anderen preisen ihn. Worüber allerdings fast kein Dissens besteht, ist über seine ungeheure Macht. Die Rede ist vom Kapitalmarkt und seiner Macht über die Geschicke von verschuldeten Ländern. Denn wer permanent über seine Verhältnisse gelebt hat, der muss sich halt verschulden. Und auch wenn der Schuldner der Staat ist, darf er sich nicht darüber beklagen, ob überhaupt und unter welchen Bedingungen ihm der Kapitalmarkt Geld zur Verfügung stellt.
    • die Krise der Volkswirtschaftslehre
      Ob Lohnhöhe, Stellung von Gewerkschaften, Freihandelsabkommen oder die Integration von Geflüchteten – ÖkonomInnen haben auf all diese Fragen Antworten, wie sich Politik und Gesellschaft dazu optimalerweise verhalten könnten. Das Vertrauen in die Wirtschaftswissenschaften ist allerdings spätestens mit der Finanz- und Wirtschaftskrise ab 2008 gründlich erschüttert worden. Denn der Großteil der ÖkonomInnen hatte nicht etwa die tiefste Krise seit der Großen Depression von 1929 vorausgesagt, sondern Jahre der Stabilität und des Wachstums. Die „Krise der Volkswirtschaftslehre (VWL)“ ist damit zum Politikum geworden und fällt aktuell mit der Erosion des Vertrauens in „allgemein anerkannte Wahrheiten“, aber auch faktenbasierte Analysen zusammen.
    • Mysteriöser Tod des Halbbruders von Kim Jong Un
      Malaysische Behörden verfolgen Spuren nach Nordkorea - Verdächtige glaubte angeblich, sie würde bei einem Streich mit versteckter Kamera mitwirken. Ein Sprecher des südkoreanischen Wiedervereinigungsministeriums verlautbarte heute, dass die malaysischen Behörden im mysteriösen Mordfall Kim Jong Nam Spuren verfolgen, die nach Nordkorea führen. Konkret gebe es fünf Verdächtige, die aus diesem Land stammten. Der 1971 geborene Kim Jong Nam war der älteste Sohn des ehemaligen nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Il. Der aktuelle nordkoreanische Machthaber Kim Jong Un war sein 13 Jahre jüngerer Halbbruder. Seit den Nuller Jahren soll Kim Jong Nam, der lange als erster Anwärter auf die Nachfolge seines Vaters galt, der japanischen Zeitung Sankei Shimbun zufolge nicht mehr in Nordkorea, sondern in der chinesischen Sonderverwaltungszone Macao gelebt haben.
    • Sängerin Balbina: Der Groove des Grübelns
      Sie sollte gefeiert werden wie Björk oder Sia: Das neue Album der Sängerin Balbina ist ein Triumph deutscher Popmusik. Das geht doch gar nicht, denkt man, und dann ist da dieses umwerfende Glücksgefühl, wenn es doch geht. An einem Dienstagabend im Januar tritt Balbina im Großen Sendesaal des RBB mit dem Filmorchester Babelsberg auf. Zum ersten Mal stellt sie ihr neues Album "Fragen über Fragen" dem Publikum vor, es erscheint Ende dieser Woche. Vor der in dramatisches Rot getauchten Kulisse des kathedralenhaften Studios trägt die 33-jährige Sängerin ein selbst entworfenes, anthrazitfarbenes Glockenkleid, das mit seinen überdimensionierten Tubenärmeln einerseits sehr weit und luftig, zugleich aber auch kühl und steif wirkt.
    • „Selbst Forderung der Drei Westmächte könnte die verfassungswidrige Grundgesetzänderung nicht rechtfertigen“
      Die Warnungen von Verfassungsrichtern vor dem „Notstandsgesetze“-Urteil von 1970.
    • Riverside International Raceway – gone but not forgotten
      Motorsport: Das Leuchten in ihren Augen ist noch da – nach all den Jahren. Als ich die Mitglieder einer Reisegruppe aus dem kalifornischen Riverside nach Berührungspunkten mit dem Riverside International Raceway befragte, überraschte mich das Ausmaß der Antworten. Ein eher ruhig wirkender Herr geriet dabei besonders ins Schwärmen. Er wäre noch auf dem Kurs gefahren und könne sich besonders an die herausfordernden Esses erinnern. Andere Gäste aus der Partnerstadt Erlangens vermissen die Mischung aus Zirkus und Festival, welche die Motorsportenthusiasten mit sich brachten. Über 25 Jahre ist das Ende des „RIR“ nun her und ein schmuckloses, typisch US-amerikanisches Einkaufszentrum hat seinen Platz eingenommen. Der kalifornische Automobilsport musste sich andere Heimatorte suchen. Da das Rennfahren ein Mythen- und Legendensport ist und seine Sportstätten als Pilgerstätten angesehen werden, werfen wir einen Blick auf die Historie des berüchtigten Asphaltbandes, welches keinesfalls in den Nebel der Vergessenheit geraten sollte. Dieses Ziel teilt ein sehr besonderes Buch, das eine wichtige Rolle im Zuge der Recherchen gespielt hat.
    • Bundesliga: Bayern ist zu abhängig von Lewandowski
      Fußball: Carlo Ancelotti ist kein Profi mehr, aber er kann es noch immer. Mats Hummels hatte ihn freigespielt, wobei: Eigentlich hatte er den Ball ins Aus spielen wollen, weil Herthas Vedad Ibisevic sich am Boden wälzte. Aber dann rollte der Ball genau in Ancelottis Laufweg, und der trat nun so hart gegen den Ball, dass dieser erst vor Bayerns Strafraum bei Manuel Neuer landete. Ein beeindruckender Schuss war das, das schon. Andererseits: Hatte man Carlo Ancelotti schon mal so genervt gesehen? Wenn man so will, war das 1:1, das der FC Bayern in letzter Sekunde in Berlin landete, eine Art Beweisführungstermin.
    • USA setzten abgereichertes Uran in Syrien ein
      Obwohl sie versprochen hatte, bei ihren militärischen Aktionen in Syrien keine Waffen mit abgereichertem Uran (DU – depleted uranium) einzusetzen, hat die Regierung der Vereinigten Staaten von Amerika jetzt zugegeben, dass sie tausende der tödlichen Geschosse auf syrisches Territorium abgefeuert hat. Foreign Policy Magazine berichtet: Der Sprecher des US Central Command (CENTCOM) Major Josh Jaques sagte den Zeitschriften Airways und Foreign Policy, dass am 16. und 22. November 2015 5.265 panzerbrechende 30 mm-Geschosse, die abgereichertes Uran (DU) enthielten, von A-10 Flugzeugen der Air Force abgeschossen wurden und rund 350 Fahrzeuge in der Wüste im östlichen Teil des Landes zerstört haben.
    • Venezuela – Washingtons neueste Diffamierun
      Die Trump-Verwaltung hat gerade Venezuelas neu ernannten Vize-Präsidenten, Tareck El Aissami angeklagt, Drogenhandel zu betreiben, und nebenbei gleich das übliche kriminelle Spiel eingeleitet – illegale Sanktionen gegen einen ausländischen hohen Beamten mit Reise-Sanktionen und Einfrieren von Vermögen. Dies ist Washingtons widerliches Benehmen vom Feinsten wie das von vielen anderen in der Welt derselben Sorte.
    • Mehr Gerechtigkeit: Die alte Leier frisch aufgeschulzt
      Und damit will die SPD Wahlen gewinnen? Die alte SPD hat seit Neuestem, was man auf Neudeutsch wohl einen Shooting Star nennt: Martin Schulz, den Hoffnungsträger. Und der hat ein Motto, das alle Leute - vor allem aber die alten SPD-Anhänger - vor haltloser Begeisterung schier von den Stühlen reißt: "Mehr Gerechtigkeit". Die Begeisterung ist gerechtfertigt; denn da ist vorher noch niemand drauf gekommen. Das zeigt schon eine einfache Tour d'Horizon durch 150 Jahre sozialdemokratischer Geschichte: Gerechtigkeit, Gerechtigkeit, Gerechtigkeit "Unser Fundament: Gerechtigkeit. Eine gerechte Gesellschaft ist seit mehr als 150 Jahren Ziel sozialdemokratischer Politik." Leitspruch der sozialdemokratischen Wertekonferenz Gerechtigkeit von 2017 "Soziale Gerechtigkeit durch Demokratisierung des Staates!" (Ferdinand Lassalle 1863)
    • Warum Papier-Journalismus besser ist
      Jahrelang … eigentlich ein Jahrzehnt lang habe ich fassungslos gestaunt, dass es Journalisten gab und gibt, die allen Ernstes behaupteten, ihr Journalismus auf Papier sei irgendwie besser als Journalismus im Internet. Es erschien mir komplett töricht zu behaupten, das Trägermedium könne etwas darüber aussagen, wie gut der Inhalt ist, der über dieses Medium verbreitet wird. Aus meiner Sicht ging es nur um eine einzige Sache: Wie erarbeite ich die überzeugendsten, wichtigsten Inhalte, und wie sorge ich dafür, dass diese Inhalte möglichst reibungslos, angenehm und einfach zu ihren Nutzern und Lesern gelangen? Dafür nicht auf das Internet zu setzen, erschien mir schlicht dämlich.
    • 40 Jahre Anti-Atom-Protest Gorleben
      "Dorf und Turm könnt ihr zerstören, aber nicht unsere Kraft, die es schuf!" Das Wendland, ein dünn besiedelter Landstrich, damals in den 70ern unmittelbar an der Zonenrandgrenze: Ein idealer Ort für ein atomares Zwischenlager und vielleicht auch ein Endlager. Das dachten Politiker und Betreiber. Doch niemand hatte damit gerechnet, wie lange die Widerständler durchhalten würden - und was sie über Jahrzehnte hinweg erreichen würden. Im Frühjahr 1978 ist Jürgen Rusche im Wendland unterwegs. Zum ersten Mal berichtet er ausführlich für den Deutschlandfunk über die Pläne, hier, im Zonenrandgebiet ein "Nukleares Entsorgungszentrum" zu bauen.
    • So spioniert "Cayla" Kinder aus
      Die sprechende Puppe verrät so viel über ihre Besitzer, dass die Bundesnetzagentur sie verbietet. Die Tonaufnahmen der Kinder fließen an ein Unternehmen, das sammelt, was Millionen Menschen sagen. Die Puppendämmerung hat begonnen, und Kindertränen werden fließen. In Deutschland müssen alle verkauften Exemplare von "My Friend Cayla", der Puppe mit den blonden Haaren und den blauen Augen, zerstört werden, oder zumindest ausgeweidet. So will es die Bundesnetzagentur. Caylas Innenleben besteht aus Mikrofon und Funktechnik. Deshalb können ihre jungen Besitzerinnen mit ihr sprechen: "Cayla, wollen wir Freunde sein?" - "Wir sind doch schon Freunde." Aber alles, was Caylas Mikro erfasst, kann auch weitergesendet werden - weshalb sie nun als "versteckte, sendefähige Anlage" eingestuft worden ist, als illegales Spionagegerät.
    • Energiewende – planlos, erfolglos, unsozial
      In mehreren Beiträgen der vergangenen Wochen wurde hier die deutsche Energiewende gegen Kritik verteidigt, die sich vor allem an der langen Phase einer Dunkelflaute in diesem Winter entzündete. Reinhard Lange antwortet einigen Verteidigern noch einmal. Die deutsche Energiewende seit dem Jahre 2000 (Verabschiedung des ersten Erneuerbare-Energien-Gesetzes) ist bisher in erster Linie eine Stromwende, welche sich dadurch auszeichnet, dass einige Stromerzeugungsarten (Biogas, Wind, Solar) bevorzugt in das Netz eingespeist und hoch subventioniert werden. Dazu kam dann noch der vom Bundestag 2011 beschlossene Ausstieg aus der Kernenergie bis zum Jahre 2022.
    • Der AfD ist ZDF »heute« nicht deutsch genug
      Mit Hohn und Spott haben die übrigen Fraktionen im Berliner Abgeordnetenhaus auf einen AfD-Antrag reagiert, der sich mit der Europa-Karte in den ZDF-»heute«-Nachrichten beschäftigte. Die AfD stört sich daran, dass dort die Grenzen Deutschlands nicht zu sehen sind. Sie wollten daher erreichen, dass der Senat etwa über den ZDF-Fernsehrat darauf hinwirkt, dass in der »heute«-Hauptsendung um 19.00 Uhr »die geographische Erkennbarkeit der Bundesrepublik Deutschland durch weiteres Einblenden der Deutschlandkarte innerhalb Europas wieder gewährleistet wird«.
    • „Lohnzurückhaltung schadet der Produktivität“
      Ein Interview mit Alfred Kleinknecht über den Zusammenhang zwischen Lohnentwicklung und Produktivität sowie Innovation. Kleinknecht ist emeritierter Professor für Wirtschaftswissenschaften an der TU Delft (Niederlande). Arbeit müsse möglichst billig und flexibel sein, ist seit einigen Jahrzehnten eine weit verbreitete Forderung, denn nur so würden Arbeitsplätze geschaffen. Die immer wieder zu hörende Floskel von den notwendigen „Strukturreformen“ gründet auf genau dieser Idee, Arbeit zu verbilligen und zu flexibilisieren. Sie vermuten aber, dass eine solche Politik negative Auswirkungen auf die Arbeitsproduktivität habe – weshalb? Alfred Kleinknecht: Wenn Arbeit billiger und flexibler wird, dann lohnt sich die Einführung arbeitssparender Technologie weniger. Auch alte Maschinen werden dann langsamer ersetzt durch neuere (und produktivere).