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  • Nachrichten anderer Netzseiten

    Hier finden Sie laufend aktualisierte Meldungen, aggregiert aus Medienquellen vorwiegend jenseits des Mainstream (via Net-News-Express):


    • Wie der «Gefährder» sich ins Recht schleicht
      Rechtlich gesehen, kümmerte sich die Polizei traditionell um zwei Gruppen von Personen: Die einen waren Verdächtige oder gar Beschuldigte einer Straftat. Die Ermittlungsbefugnisse, die den Strafverfolgungsbehörden und damit auch der Polizei dabei zur Verfügung stehen, fanden und finden sich in der Strafprozessordnung. Die andere Gruppe waren die Störer, die man heute meist etwas weniger martialisch als Verantwortliche einer Gefahr für die öffentliche Sicherheit (und Ordnung) bezeichnet, wobei es sich in aller Regel um eine «konkrete Gefahr» handeln musste, also um «eine Sachlage, die bei ungehindertem Ablauf des objektiv zu erwartenden Geschehens im Einzelfall in absehbarer Zeit mit hinreichender Wahrscheinlichkeit zu einer Verletzung eines polizeilichen Schutzguts führt.» Was die Polizei gegen Störer unternehmen konnte, stand in den Polizeigesetzen. Die Bindung polizeilichen Handelns an den (konkreten) Verdacht und die konkrete Gefahr sollte verhindern, dass die Polizei x-beliebige Personen ins Visier nehmen könnte.
    • Selbstbild der Medienmacher
      Eine „Karte“ die zeigt, wie hoffnungslos es um das Selbstbild der Medienmacher bestellt ist. Gestern ging eine „Karte“ wie ein Lauffeuer durch die sozialen Netzwerke. Ein leidlich bekannter Think Tank namens „Polisphere“ hat versucht, bekannte deutsche Medien anhand deren politischer Ausrichtung und Komplexität in einer Karte zu verorten. „Verlässliche Nachrichtenquelle“ sind demnach nur ARD und ZDF, sowie das Handelsblatt und natürlich der Tagesspiegel, bei dem die Verantwortliche für diese Grafik bis vor kurzem in Lohn und Brot stand. Die NachDenkSeiten liefern indes nur „Basisinformationen“, haben „fragwürdige“, da „linke“, Werte und neigen zu „linken Verschwörungstheorien“ und „Fake News“. Das Nonplusultra in Sachen Komplexität sind dieser Grafik nach indes der Cicero und die rechten Blogs „Achgut“ sowie „Tichys Einblick“. Da staunt der Laie und der Fachmann wundert sich. Ist das wirklich ernst gemeint? Wie dem auch sei. Das Ergebnis sagt ganz offensichtlich kaum etwas über die eingeordneten Medien, dafür aber sehr viel über die Erstellerin der Grafik und das Selbstverständnis der Medien- und Meinungsmacher.
    • Trumps Angriffe sind die beste Verteidigung
      Das System Trump besteht daraus, die von elitären Schnöseln gesteuerten Medien zuerst anzugreifen, und nicht erst abzuwarten bis sich die Schmutzkübel aus dem aus Hollywood beeinflußten Fernsehen und den linksdrehenden Printmedien über ihn ergießen. Das ist herzerfrischend. Wenn man die Medien von Anfang an hart und konsequent angreift und sich von den Redakteuren unabhängig macht, ist jede politische Kampagne und die Selbstdarstellung heute besser planbar und Risiken sind beherrschbar. Man muß zuerst angreifen, so daß die Schmutzkampagnen der Medien vor dem Wähler wie deren Selbstverteidigung wirken. Denn wer sich verteidigt, der klagt sich an.
    • EZB-Negativzinsen sind kein Grund für höhere Kontogebühren
      Unser Geldsystem wird immer widersprüchlicher: Die EZB verlangt derzeit von den Banken Negativzinsen für Guthaben, die die Banken auf ihren Konten bei der EZB halten. Dies dient als Begründung dafür, warum Banken jetzt Gebühren für Konten erhöhen, die wir Bankkunden bei den Banken halten. Diese Argumentation hat allerdings einen Haken: Unsere Guthaben bei den Banken sind nur mit einer Mindestreserve von 1% bei der Zentralbank gedeckt. 99% unserer Kontoguthaben haben nichts mit dem Zentralbankgeld der EZB zu tun, und die Banken müssen dafür auch keine Negativzinsen zahlen. Die Negativzinsen der EZB für Banken können also nicht der Grund für höhere Kontogebühren sein.
    • Feinstaub, eine Posse
      Kennen Sie den Witz von den beiden Statistikern auf Elefantenjagd? Beide schießen gleichzeitig auf denselben Elefanten. Der eine schießt rechts vorbei, der andere links. Anschließend gratulieren sich beide zu ihrer erfolgreichen Jagd. Im Mittel haben sie den Elefanten getroffen. Auch der Elefant freut sich. Er hat überlebt. So ist das auch mit den Feinstaubtoten. Es gibt sie nicht! So wenig wie den menschgemachten Klimawandel. Es sind gefühlte Tote, Phantomtote, oder Scheintote! Im wahrsten Sinne des Wortes. Lesen Sie selbst was unser Autor zum Thema Feinstaub schreibt. Feinstaub gilt seit einiger Zeit als das größte anzunehmende Übel, der Super-Gau schlechthin – unmittelbar nach der Kernschmelze eines Kernkraftwerkes. Er lässt Alkohol, Zigaretten und sogar das ganz superböse CO2 weit hinter sich in der nach oben offenen Katatstropenskala.
    • Wikipedia berät über Distanzierung von Fotolizenz-Abzockern
      Urheberrechtsmissbrauch bringt Creative Commons in Verruf. Bis zum 26. Februar haben Wikipedianer Gelegenheit, sich zur fragwürdigen Praxis unseriöser Fotografen zu positionieren, welche die Popularität der Wikipedia und eine vermeintliche Rechtslücke bei Creative Commons-Lizenzen für ein fragwürdiges Abzock- und Abmahnmodell einsetzen. Vor gut sieben Jahren begannen selbsternannte Fotografen mit dem Eintreiben angeblich geschuldeter Lizenzgebühren für Fotos, die sie in der reichweitenstarken Wikipedia eigentlich zur kostenfreien Nutzung verbreitet hatten. So vertrauten viele Wikipedianutzer naiv auf den Grundgedanken der "freien Enzyklopädie", dass deren Inhalte "frei" seien und benutzten dort gefundene Bilder auf ihren eigenen Websites. Sie sahen sich in dieser Annahme auch dadurch bestätigt, dass in den Artikeln an den Bildern selbst keine Urheberbezeichnungen oder Vermerke angegeben werden.
    • Späte Einsicht
      Deutsche Reisende warnt das Auswärtige Amt vor Terror und Gewalt in Afghanistan. Für Flüchtlinge gilt der Appell freilich nicht, weshalb weiter abgeschoben wird. Winfried Kretschmann hat lange gebraucht für die Einsicht, dass dieser Zustand nicht haltbar ist. Es soll, berichten Insider, am Ende gar nicht so schwer gewesen sein, den Ministerpräsidenten davon zu überzeugen, endlich aktiv zu werden. Seine Grünen sind in der Demoskopie abgestürzt seit Jahresbeginn, in einigen Umfragen liegen sie nur noch zwei oder drei Prozentpunkte über der Fünf-Prozent-Schwelle für einen Wiedereinzug in den Bundestag. Unter diesen Umständen musste selbst Kretschmann begreifen, dass der Wahlerfolg vom März 2016 im kommenden September wenig wert sein könnte.
    • Bundeskabinett beschließt massenhafte Durchsuchung von Flüchtlingshandys
      Das Bundeskabinett hat den „Gesetzentwurf zur besseren Durchsetzung der Ausreisepflicht“ beschlossen. Dieser wird nicht nur zur massenhaften Durchsuchung von Datenträgern von Geflüchteten führen, sondern deren Rechte generell weiter einschränken. Die Opposition, Datenschützer und NGOs kritisieren das Vorhaben scharf. Der Entwurf aus dem CDU-geführten Bundesinnenministerium, massenhaft Smartphones und Handys von Flüchtlingen auszulesen, war gestern noch beim Koalitionspartner SPD auf leichte Kritik gestoßen. Das hat die Sozialdemokraten im Bundeskabinett allerdings nicht davon abgehalten, dem Entwurf zuzustimmen.
    • In den Händen des Marktes
      Im Zeichen des Verkaufs von Opel an den französischen PSA-Konzern müht sich die Politik um staatlichen Einfluss. Den Abbau von Arbeitsplätzen wird sie kaum verhindern. Schon an diesem Donnerstag, in zwei Wochen, vielleicht in drei – so plötzlich General Motors den Verkauf seines Europa-Geschäftes angekündigt hat, so schnell gedenkt der Konzern diesen zu exekutieren. Den Arbeitnehmervertretern bei Opel mit mehr als 18.250 Mitarbeitern in Deutschland bleibt keine Zeit mehr, einen mutmaßlichen Verstoß gegen Paragraph 106 des Betriebsverfassungsgesetzes zu prüfen, der gewisse Informationspflichten im Falle der Übernahme eines Unternehmens vorsieht.
    • Dublin-Transfers: Wann kann abgeschoben werden und wann nicht?
      Die Entscheidung C.K. des EuGH zur Menschenrechtskonformität von Dublin-Transfers letzte Woche hat einiges Aufsehen erregt. Zu kurz kommt bei der Debatte aber eine wichtige Unterscheidung: die zwischen zielstaatsbezogenen und inlandsbezogenen Transferhindernissen. Ein Dublin-Transfer kann aufgrund von Nachteilen menschenrechtswidrig sein, die den Schutzsuchenden im Zielstaat zu treffen drohen, etwa wegen unzumutbarer Aufnahmebedingungen oder mangelnden Zugangs zu einem substantiellen Asylverfahren. Und er kann aufgrund von Nachteilen menschenrechtswidrig sein, die mit den zielstaatlichen Verhältnissen nichts zu tun haben, sondern den Schutzsuchenden unmittelbar durch den Transfer selbst treffen, z.B. Im Fall einer unverhältnismäßigen Trennung von Inlandsverbindungen oder bei krankheitsbedingter Reiseunfähigkeit.
    • »Grünes Licht« für Mord
      Israelischer Soldat muss nach gezielter Tötung nur 1,5 Jahre in Haft. Der israelische Soldat Elor Asaria muss wegen Totschlags an einem Palästinenser für eineinhalb Jahre ins Gefängnis. Ein Militärgericht in Tel Aviv verurteilte den 21jährigen am Dienstag zudem zu einem weiteren Jahr Haft auf Bewährung. Die Militärstaatsanwaltschaft hatte zwischen drei und fünf Jahre Gefängnis gefordert, Asarias Verteidigung hatte auf nicht schuldig plädiert. Die gesetzliche Höchststrafe liegt bei 20 Jahren. Neben der Haftstrafe soll der Dienstgrad des Unteroffiziers auf die niedrigste Stufe herabgesetzt werden. Asaria war bereits im Januar schuldig gesprochen worden.
    • DAX: 12.000 Punkte und weiter?
      Der DAX erreicht die runde Marke bei 12.000 Punkten. An den Aktienmärkten ist die Feierlaune ausgebrochen. Immer höher soll es mit den Kursen gehen und das anscheinend gänzlich ohne Risiko. Anleger sind berauscht über diesen Zustand. Dabei sind die Risikofaktoren bereits am Börsenhimmel zu erkennen, sofern man diese aufnehmen möchte. Euphorische Anleger werfen die letzten Hemmnisse über Board und das ist gefährlich.
    • Wir führen nur noch Krieg und können uns nicht herausreden
      Willy Wimmer über Deutschland, NATO und Fluchtursachen: Manchmal genügt ein Blick auf das Ganze: der Westen ist seit dem völkerrechtswidrigen Angriffskrieg gegen die Bundesrepublik Jugoslawien auf dem absteigenden Ast. Wir führen nur noch Krieg und können uns nicht herausreden. Wir sind mit der Bundeswehr zur Hilfstruppe des angelsächsischen militärisch-industriellen Komplexes verkommen. Wir führen zwischen Afghanistan und Mali ohne Rücksicht auf die Charta der Vereinten Nationen Krieg und verraten die Konsequenzen aus den Nürnberger Prozessen. Es kommt nicht mehr darauf an, sich völkerrechts-konform zu verhalten. Maßgebend ist, auf der Seite des vermeintlich Stärkeren das Völkerrecht in Schutt und Asche zu legen und zu hoffen, damit durchzukommen. Die Migrationsbewegungen aus den Staaten, die vom Westen mit Krieg und Untergang überzogen werden, lehren uns das Gegenteil. Die Menschen sind auf der Flucht vor unseren Regierungen und Armeen und sie fliehen zu uns.
    • Reflexionen zur sogenannten Münchner „Sicherheitskonferenz“ 2017
      Für die 500 Gäste der Münchner Sicherheitskonferenz (17. Bis 19. Februar 2017) drehte sich nach den unterschiedlichen Signalen der neuen US-Regierung alles um eine Frage: Wie zuverlässig stellen sich die USA für EU und NATO dar. Bereits am Freitag hatte der einflussreiche republikanische Falke, Senator John McCain, den Europäern versichert, dass die USA weiter an ihrer Seite stehen. Die herzlichen Grüße von US-Präsident Trump übermittelnd, äußerte sich dann am Samstag auch US-Vizepräsident Mike Pence und betonte die starken Bande zu Europa. Zugleich erinnerte der Vizepräsident an die Nato-interne Vereinbarung, dass die Mitgliedsländer zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Verteidigung ausgeben. „Der Präsident erwartet, dass diese Länder Wort halten“. Hier machte Merkel deutlich, dass sie keine „kleinliche Diskussion“ über Militärausgaben will. So wird sich nun der deutsche Rüstungsetat fast verdoppeln.
    • IS Total
      Bei einer Tasse Kaffee die Kanäle sondieren, sich durch das Programm zappen, um etwas Verwertbares zu finden: Ob beim IS wohl all die Leute sitzen, die vormals Raab zuarbeiteten? Irgendwo in einem Zimmer hockten über viele Jahre mehrere Männer und Frauen zusammen. Im Schichtsystem. Sie wurden dafür bezahlt, um in den Flimmerkasten zu starren. Um Sendungen zu sondieren, um den großen Meister und seine abendliche Show mit Material zu versorgen. Jedenfalls gab es dieses Gerücht. Raab schaffte eine Reihe an Studentenjobs. Irgendwo las ich mal, dass er sich nie sehen ließ bei denen, während die total TV guckten. Früher vor allem Gerichtsshows, die ganz früher sogar noch reale Szenen aus einem Schiedsgerichtverfahren waren, Stichwort: »Maschendrahtzaun«. Oder sie förderten die Perlen der Scripted Reality zutage.
    • IG Metall und Betriebsräte spielen Bombardier-Werke gegeneinander aus
      Der kanadische Flugzeug- und Zughersteller Bombardier plant einen massiven Arbeitsplatzabbau in seinen Werken, auch Werksschließungen sind nicht ausgeschlossen. Die IG Metall und die Betriebsräte spielen die einzelnen Standorte gegeneinander aus, um die Angriffe durchzusetzen. Besonders bedroht ist das Werk in Görlitz mit über 2300 Beschäftigten. Die Zugsparte Bombardier Transportation will dort die Produktion auf die Fertigung von Aluminium-Wagenkästen beschränken. Das erklärte der Vorsitzende der deutschen Geschäftsführung Michael Fohrer kürzlich in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Auch in Hennigsdorf droht der Abbau von Hunderten von Arbeitsstellen, wenn die Produktion auf die Herstellung von Prototypen beschränkt wird.
    • „Das Ding ist ja seit sieben Jahren abgelaufen!“
      (Satire): So haben ihn Kollegen und Parteifreunde bisher noch nie erlebt. SPD-Kanzlerkandidat Martin Schulz soll gestern Vormittag rasend vor Wut durch die Gänge der SPD-Parteizentrale gestürmt sein. Grund sei die Agenda 2010, die seiner Meinung nach seit sieben Jahren abgelaufen sei und auf den Müll gehöre. „Warum hat das vor mir eigentlich noch niemand bemerkt?“, soll Schulz einigen Genossen ins Gesicht gebrüllt haben. Kurz darauf stellte er sich der Presse und entschuldigte sich für das schlechte Abschneiden seiner Partei bei den vergangenen Bundestagswahlen. „Ist ja kein Wunder. Da liegt seit sieben Jahren eine abgelaufene Agenda auf dem Tisch und niemandem fällt das auf!“
    • Le Pens Schatten auf dem Franken
      Never mind the markets! Es gibt gute Gründe, warum die Kurse an den Finanzmärkten so ausfallen, wie sie ausfallen. Gleichwohl lagen sie vergangenes Jahr zweimal kolossal falsch. Weder beim Brexit-Referendum noch bei Trumps Wahlsieg hatten sie den Ausgang richtig vorausgesagt. Die meisten Investoren wurden auf dem falschen Fuss erwischt. Weil ein abrupter Politikwechsel in der konsensorientierten öffentlichen Meinung für unwahrscheinlich gehalten wurde. In zwei Monaten droht die nächste Klippe: Am 23. April finden in Frankreich die Präsidentschaftswahlen statt. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erlangen dürfte, wird die Stichwahl am 8. Mai entscheiden, wer das Land in den nächsten fünf Jahren regieren wird.
    • Frankreich: Politiker bringen CETA vor Verfassungsgericht
      Mehr als 100 französische Abgeordnete sind gegen das EU-Freihandelsabkommen mit Kanada vor das Verfassungsgericht ihres Landes gezogen. Befürworter des umfassenden Wirtschafts- und Handelsabkommens versprechen, der Deal werde Wachstum und Arbeitsplätze auf beiden Seiten des Atlantiks schaffen. Kritiker hingegen befürchten eine Abwärtsspirale bei den Arbeits- und Umweltstandards. Sie warnen, multinationale Unternehmen könnten die öffentliche Politik bestimmen. Das Abkommen lege nahe, dass die Unterzeichnerstaaten ihre Souveränität „über das vereinbarte Maß hinaus an die EU“ übertragen müssten, heißt es in einer Stellungnahme der 106 Abgeordneten der französischen Nationalversammlung.
    • Sportschau-Legende Huberty wird 90
      Mister Sportschau feiert Geburtstag. Ernst Huberty wird 90 Jahre alt. Ein guter Anlass, sich wehmütig an Cordsakkos, Postkarten und den "Galopper des Jahres" zu erinnern. Es gab mal eine Zeit im Fußball, in der "der nachfolgende Eckball nichts einbrachte", in der "Stürmer sträflich ungedeckt waren" und in der "der Ball über den Schlappen rutschte". Manchmal rutschte er auch über den Scheitel. Scheitel ist das Stichwort. Ernst Huberty wird am Mittwoch 90 Jahre alt. Ernst Huberty, der Mann mit dem "Betonscheitel" (Süddeutsche Zeitung), der Mann, der wie kein Anderer für die gute, alte Sportschau steht. Die Sportschau, in der Bundesliga-Berichterstattung in den siebziger Jahren bedeutete, dass die Redaktion im Vorfeld drei Spiele auswählte, über die dann in der Sendung in Bild und Ton berichtet wurde. Unvergessen der Spannungsmoment, wenn Huberty die drei Fußbälle aus der Studiodekoration umdrehte und dann sichtbar wurde, für welche Spiele man sich diesmal entschieden hatte.
    • IWF verspricht Griechenland … nichts
      Der Internationale Währungsfonds IWF lässt auch nach der Eurogruppe am 20 Februar 2017 seine Beteiligung an dem Programm für Griechenland offen und beharrt auf Fortschritten, sprich Zugeständnissen, in weiteren signifikanten Themen.
    • Wie Indien zum Versuchskaninchen von Bill Gates wurde
      Auf einer Tagung des US-Finanzministeriums zu „Finanziellen Inklusion“ Ende 2015 hat Bill Gates verkündet, dass seine Stiftung bis Ende 2018 den Zahlungsverkehr in Indien, Pakistan und Nigeria komplett auf bargeldlos umgestellt haben will, und dass er daran gemeinsam mit der indischen Zentralbank bereits seit etwa 2012 arbeitet. Dabei geht es laut einer Executive Order des US-Präsidenten von 2012 um vitale Sicherheitsinteressen der USA. Der CEO von Paypal definierte Finanzielle Inklusion als ein Buzzwort das bedeutet, die Leute in das System zu bringen. Im System können sie dann, wie Bill Gates es ausdrückte „beobachtet und bedient“ werden, und zwar nicht nur von den privaten Unternehmen und den nationalen Regierungen, sondern auch von den US-Diensten, die tunlichst verhindern sollten, dass Finanzströme auf ein digitales System gehen, mit dem die USA nicht verbunden sind, weil es dann nämlich viel schwieriger würde, die Transaktionen zu verfolgen, die man kennen oder blockieren will.
    • Fraport und die griechischen Flughäfen – die nächsten Skandale
      Der 1. Februar 2017 ist vergangen. Das hätte eigentlich ein denkwürdiges Datum sein sollen: Die Fraport AG hatte im Oktober 2016 angekündigt, dass sie zum 1. Februar 2017 den Flughafen von Thessaloniki als ersten aus dem Paket der 14 privatisierten griechischen Regionalflughäfen übernehmen wolle. Und? Nichts ist passiert! Auf einer griechischsprachigen Wirtschaftsseite gab es einen kurzen Hinweis auf eine Verschiebung bis Mitte März, und das war es - zur Begründung wurde auf „technische Probleme“ verwiesen, z.B. auf den ausstehenden Vertragsabschluss mit der Feuerwehr über Dienstleistungen im Flughafen. Deutsche Medien, die angesichts der anstehenden Bundestagswahlen und der neuen Frontlinien gegenüber einer protektionistischeren USA gerade den Kampf um den Grexit wieder in die Berichterstattung heben, haben nicht berichtet.
    • Aufrüstung: Bundeswehr soll um 20.000 Soldaten vergrößert werden
      Der Druck aus den USA wirkt, Interessengruppen wie der IISS sehen die technische Überlegenheit des Westens und damit die "militärischen Optionen" schwinden. Die neue US-Regierung übt Druck auf die Nato-Staaten aus, mehr Geld in die Verteidigung zu investieren. Die Sorge scheint tief zu gehen, da selbst Finanzminister Wolfgang Schäuble zunächst eine Steigerung in Aussicht stellte und nun Verteidigungsministerin von der Leyen den Plan vorlegte, dass die Zahl der Soldaten bis 2024 auf 198.000 erhöht werden soll. Bis dahin soll auch das Bundeswehrbudget auf 2 Prozent erhöht worden sein. Das könnte allerdings der Trump-Regierung viel zu langsam sein, zumal die Erhöhung von einer neuen Bundesregierung vorgenommen werden muss, jetzt kann viel geredet werden.
    • Unschuldsvermutung war gestern
      Bundesinnenminister verteidigt bei Polizeikongress anlasslose Durchsuchung der Handys von Flüchtlingen. Noch bis zum heutigen Mittwoch abend findet in Berlin der diesjährige Europäische Polizeikongress statt. Die Tagung, die vom Behördenspiegel veranstaltet wird und seit Dienstag im »Berlin Congress Center« am Alexanderplatz läuft, gilt als eine Art Thinktanktreffen von Polizisten, Sicherheitsfanatikern, Geheimdienstlern und innenpolitischen Hardlinern. Am Dienstag verteidigte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) auf dem Kongress das geplante Auslesen der Handydaten von Asylsuchenden durch das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF). »Wir haben das im Asylpaket II auch für die Ausländerbehörden schon ermöglicht. Und es besteht überhaupt kein Grund, warum nicht das Bundesamt für Migration das auch können sollte«, verteidigte der CDU-Rechtsaußen die Pläne der Bundesregierung.
    • Buchtipp: „Tochter des Teufels“
      Marine Le Pens Plan von der Abschaffung Europas. An den Aufstieg der Front National und der Parteiführerin Marine Le Pen in Frankreich hat man sich in Europa schon fast gewöhnt. Doch die Erwartung, sie könne im Mai 2017 in Frankreich zur Präsidentin gewählt werden, lässt die FN-Chefin plötzlich in einem neuen Licht erscheinen. Nicht nur Politiker, auch Anleger sind beunruhigt und wollen wissen, welche Chancen sie bei der Wahl hat und welche Ziele sie genau verfolgt. Tanja Kuchenbeckers Buch kommt also zum richtigen Moment auf den Markt. Den Untertitel „Tochter des Teufels“ hat der Verlag etwas reißerisch gewählt, zumal der alte Le Pen im Buch als Politiker geschildert wird, der zwar keiner Schlägerei aus dem Weg ging. Der aber lieber ein paar Flaschen Champagner köpfte, als sich bedrohlich nach der Macht zu strecken.
    • Sakai hat noch eine Rechnung offen
      Fußball: Aaron Hunt stand in den letzten Tagen mehr im Mittelpunkt, wenn es um das 2:2 gegen Freiburg ging, als er wollte. Klar, der Elfer war wichtig und hätte dem HSV so wichtige zwei Punkte mehr eingebracht. Aber Hunt verschoss. Über das Zustandekommen dessen wurde genug gesprochen, eindeutig. Dass Hunt aber zuvor, wie schon gegen den 1. FC Köln im Pokal oder bei seiner kurzen Einwechslung in Leipzig sehr präsent war und gute Leistungen bot, rückte ein wenig ins Hintertreffen. Dabei ist Hunt in dieser Mannschaft immer noch der einzige, der den so oft zitierten „tödlichen Pass“ spielen kann. Zusammen mit einer stabilen Defensive (beginnend bei der Doppelsechs bis zum Keeper) könnte er der richtige Mann in der Mitte der pfeilschnellen Müller und Kostic sowie hinter dem nicht minder schnelle Bobby Wood sein.
    • Dortmund: Tausche Borussia gegen Borussia
      Fußball: Mo Dahoud wird im Sommer mit hoher Wahrscheinlichkeit im Namen des deutschen Fußballs unterwegs sein. Nicht auszuschließen ist, dass ihn Joachim Löw für den Confed Cup in Russland einbestellt, als wahrscheinlicher gilt aber, dass er den DFB bei der U 21-EM vertreten wird. In jedem Fall sollte Dahouds Verein davon ausgehen, dass der Spieler keine komplette Sommerpause genossen haben wird, wenn er sich wieder auf dem Trainingsplatz einfindet. Die Frage ist im Moment nur, welcher Trainingsplatz das sein wird. Wirklich noch der in Mönchengladbach?
    • Überraschende IS-Offensive aus den Golanhöhen
      Der IS hat zu Beginn dieser Woche aus einem Gebiet zwischen den von Israel-kontrollierten Golanhöhen und der jordanischen Grenze einen Überraschungsangriff mit schweren Waffen gegen syrische FSA-Rebellen gestartet und zahlreiche Dörfer eingenommen. Militärexperten hinterfragen die Rolle von Israel und Jordanien bei dieser IS-Offensive. Die Dschihadisten der gegenüber dem IS loyalen Gruppe Dschaisch Chalid ibn Walid konnten ihre Kontrolle auf ein Gebiet ausweiten, das in Form des Yarmuk-Flusses eine natürliche Barriere zwischen Syrien und Israel darstellt. Die Islamisten überrannten die Städte Tseel, Sahim el-Golan, Adwan und Tel Jamoua.
    • Amnesty International beklagt praktiziertes Prinzip der Spaltung
      Wer Folter gutheißt, schafft kein Vertrauen. Offensichtlich scheint dies der 45. US-Präsident darauf anzulegen, was gerade auch in Europa den längst entfachten Trend der Neuen Rechten beflügelt, die Diskriminierung von Migranten anzufeuern. Nach der jüngsten Fake-Meldung über Terror in Schweden seitens Trump, folgt prompt Randale in Stockholms Migranten-Viertel Rinkeby. Zufall oder inszenierte Absicht, um Trumps Äußerungen zu relativieren?
    • Wieder indigener Aktivist in Honduras ermordet
      Am 17. Februar ist José de los Santos Sevilla, in seinem Haus in der Region Montaña de la Flor im Department Francisco Morazan erschossen worden. Sevilla war Lehrer und führendes Gemeindemitglied der indigenen Tolupán-Gemeinschaft, der circa 20.000 Menschen angehören. Die polizeilichen Ermittlungen konnten bisher weder Zusammenhänge noch Tatverdächtige ermitteln. Derzeit sei nur bekannt, dass fünf Schwerbewaffnete in den Morgenstunden in Sevillas Haus eindrangen und ihn in Gegenwart seiner Familie erschossen. Der Beauftragte der honduranischen Regierung für Menschenrechte, Roberto Herrera Cáceres, forderte nun spezielle Schutzmaßnahmen für die Bewohner zweier Gemeinden dieser Region.
    • "Es ist zu früh für Gold"
      Der Investexperte Felix Zulauf spricht im Interview über die fragile Lage an den Börsen, seinen Ruf als Pessimisten und seine Kritik an der Politik der Notenbanken. Wann kracht es dieses Jahr an den Börsen? Felix Zulauf: Derzeit sind alle Konjunktur- und Aktienindikatoren zyklisch auf Hausse eingestellt. Ich erwarte ein per saldo gutes erstes Halbjahr. Aber die Märkte sind nicht mehr freie, sondern von den Notenbanken manipulierte Märkte und werden gestützt. Es kommen im Verlauf des Jahres einige potenzielle Veränderungen aus dem politischen Bereich auf uns zu, welche in der zweiten Jahreshälfte eine Korrektur auslösen könnten. Wie tief fallen die Kurse? Vorderhand geht es aufwärts und dann sehen wir weiter, wenn Gegenwind einsetzt. Es könnte nach einem guten Start noch eine Enttäuschung geben für das ganze Jahr. Ein Rückgang der Kurse hat allerdings weniger mit konjunkturellen als mit strukturellen Problemen zu tun.
    • Das Putschpotential ist immens
      Für die 500 Gäste der Münchner Sicherheitskonferenz (17. Bis 19. Februar 2017) drehte sich nach den unterschiedlichen Signalen der neuen US-Regierung alles um eine Frage: Wie zuverlässig stellen sich die USA für EU und NATO dar. Bereits am Freitag hatte der einflussreiche republikanische Falke, Senator John McCain, den Europäern versichert, dass die USA weiter an ihrer Seite stehen. Die herzlichen Grüße von US-Präsident Trump übermittelnd, äußerte sich dann am Samstag auch US-Vizepräsident Mike Pence; er betonte die starken Bande zu Europa. Zugleich erinnerte der Vizepräsident an die Nato-interne Vereinbarung, dass die Mitgliedsländer zwei Prozent ihrer Wirtschaftsleistung für die Verteidigung ausgeben. „Der Präsident erwartet, dass diese Länder Wort halten“. Hier machte Merkel deutlich, dass sie keine "kleinliche Diskussion" über Militärausgaben will. So wird sich nun der deutsche Rüstungsetat fast verdoppeln.