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    Hier finden Sie laufend aktualisierte Meldungen, aggregiert aus Medienquellen vorwiegend jenseits des Mainstream (via Net-News-Express):


    • US-Repräsentantenhaus stimmt für Abkehr vom Datenschutz für Internet-Nutzer
      Die republikanische Kongressmehrheit verabschiedete sich am Dienstag weitgehend vom Datenschutz für Internetnutzer. Das Repräsentantenhaus stimmte mit 215 Pro- gegen 205 Contra-Stimmen dafür, bislang geltende Regelungen über die Einschränkung der Datenweitergabe außer Kraft zu setzen. Dieser Schritt hat weitreichende Folgen für den US-Bürger. Zuvor durften Betreiberfirmen von Webdiensten nicht ohne die Daten von Nutzern nicht ohne deren Zustimmung weiterreichen. Aber jetzt entfällt dieses Verbot. Die Republikaner waren der Ansicht, dass sich dadurch unverhältnismäßige Nachteile für Betreiberfirmen wie AT&T, Comcast und Verizon ergaben. Denn für Facebook, Twitter und Google galten bereits zuvor laxere Gesetze. Nun ist der Weg für alle Betreiber geebnet, um Daten für Werbezwecke weiterzugeben.
    • Verschärftes Du-du unter Partnern
      CDU-Innenexperte will weitere Kooperation mit türkischem Geheimdienst. Der CDU-Innenpolitiker Wolfgang Bosbach sieht die Zusammenarbeit zwischen deutschen und türkischen Geheimdiensten durch die Spionagetätigkeit der Türkei empfindlich gestört. Bosbach sagte am Mittwoch im Deutschlandfunk, es sei dennoch wichtig, die gemeinsamen Bemühungen beizubehalten – beispielsweise in der Terrorabwehr. Dass türkische Behörden die Hauptgefahr nicht im islamistischen Terror sehen, sondern in der linken Arbeiterpartei Kurdistans (PKK), ist ein offenes Geheimnis. Bosbach betonte am Mittwoch, die Türkei brauche eine klare Ansage und müsse wissen, dass Deutschland unter keinen Umständen akzeptieren könne, wenn Bundesbürger bespitzelt würden.
    • Versteckte Strom-Subventionen durch das EEG
      Wer bezahlt die Energiewende? Die Antwort scheint klar: Es sind die privaten Haushalte und gewerblichen Kleinverbraucher, die ganz überwiegend die Last der sogenannten EEG-Umlage zu tragen haben. Diese wird jährlich festgelegt und beträgt derzeit 6,88 Cent pro Kilowattstunde. Mit der Umlage - das EEG steht hier für das Erneuerbare-Energien-Gesetz - wird die Differenz aus der gesetzlich festgelegten Vergütung für den Grünstrom und dem Verkaufserlös finanziert. Der Verbraucherzentralen Bundesverband vzbv erhebt nun die Forderung, diese Differenz künftig nicht mehr über die Stromrechnung, sondern über einen mit Steuermitteln ausgestatteten Fonds zu begleichen. Das habe den Vorteil, dass die ärmeren Haushalte entlastet und die Kosten gleichmäßiger auf die ganze Gesellschaft verteilt würden.
    • Bundestag verabschiedet Gesetz zum autonomen Fahren
      Der Bundestag hat heute in zweiter und dritter Lesung die Änderung des Straßenverkehrsgesetzes zum autonomen Fahren verabschiedet. Das Gesetz enthält nun klare Vorgaben darüber, was die Fahrzeuge wie lange speichern müssen. Haftungsfragen bleiben allerdings nach wie vor vage.
    • Palladium scheitert erneut. Crash-Gefahr bleibt.
      Ja Mensch, Wahnsinn wie Palladium in der letzten Woche nach dem lang ersehnten Ausbruch über die 800 USD weiter nach oben galoppiert ist … Mit richtig Feuer unterm Kessel ging es auf 815,15 USD und dem zugleich höchsten Stand seit zwei Jahren. Bis dahin sah zunächst alles nach einem direkten Run auf die 900 USD aus. Doch charttechnisch sind die Hürden für einen weiteren nachhaltigen Anstieg weiterhin sehr hoch.
    • Oliver Stone? Wer ist das? Als Doktor Gniffke mal über Film belehrt wurde
      Programmbeschwerde: Übliche Manipulation mittels Verschweigen. Vorzimmer des Chefs von ARD-aktuell: „Herr Dr. Gniffke, Herr Dr. Gniffke, haben Sie mitbekommen, wie Oliver Stone die Meryl Streep jüngst gekontert hat, Wahnsinn!“ - Dr. Gniffke: „Stone, Stone.Oliver Stone, wer ist das schon?“ - Vorzimmer: „Na immerhin hat er, mit „Platoon“ und „Geboren am 4. Juli“ wohl die berühmtesten Filme gegen den Vietnamkrieg gemacht!“ - Gniffke: „Also Kommunist, ja?“ - Vorzimmer: „Aber Herr Doktor, von ihm ist auch der wichtigste Film über den Kennedy-Mord, „JFK – Tatort Dallas“ - Gniffke: „Also auch noch Verschwörungstheoretiker, ja ?! - Vorzimmer: „Und Sie sollten auf keinen Fall den total klugen Film über „Snowden“ vergessen!“ Gniffke: „Snowden?, den unsere Freunde gern verhaften würden? Ich soll also in der Tagesschau eine miese Äußerung von einem kommunistischen, verräterischen Verschwörungstheoretiker über unsere Freundin Hillary Clinton bringen? Ihr habt sie wohl nicht alle!“
    • Die Langzeitfolgen der Austeritätspolitik
      Die Industrieproduktion in Griechenland ist zuletzt deutlich gestiegen. Dies ist eine erfreuliche Entwicklung. Für Euphorie besteht jedoch kein Anlass. Wie aus dem Konjunkturbericht von Makroskop ersichtlich wird, hat die Industrieproduktion in Griechenland im Januar dieses Jahres kräftig zugelegt. So besteht erstmals nach Jahren die Hoffnung, das Land könnte die lange industrielle Talsohle endlich hinter sich gelassen haben (nach Angaben von Eurostat, dem statistischen Amt der Europäischen Union, verzeichnete Griechenland im Januar 2017 einen Zuwachs der Industrieproduktion um 2,5 Prozent gegenüber dem Vormonat und um 7,4 Prozent gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres). Ob es damit in Griechenland tatsächlich zu einem Durchbruch hin zu einem nachhaltigen Aufschwung kommt, ist indes keineswegs sicher.
    • Wer Einsnull führt, verliert den Marathon
      Weisheiten aus dem Sport, aus der Yoga-Lehre und aus dem politischen Kabarett, sie sind es, die den Wahlabend an der Saar zu einem unvergesslichen Erlebnis machen. Die Bonmot-Presse ist angeworfen, eine Jahresproduktion an Worthülsen steht bereit, unter den aufmerksam lauschenden Journalisten verklappt zu werden. Alle sind wir heute enttäuscht, vom "Spiegel" über die "Taz" bis zur SZ, denn Martin Schulz, gekommen, Deutschland mit seinen feuchten Lippen aus dem Schlaf der Merkel-Jahre zu küssen, hat im ersten Anlauf versagt. Der Zaubertrank, der eine ganze Nation berauschen sollte, reichte eben aus, ein paar Redaktionsstuben zu verkatern.
    • Wenn Journalisten zu Pizza-Boten werden
      Anfang vergangener Woche wurde bekannt, dass ein großes Lebensmittelunternehmen ein neues Produkt auf den Markt bringt: ein rundes, plattes Stück Schokoladenteig, das mit Schokolade belegt ist. Angesichts der Reaktionen, die das hervorgerufen hat, muss es sich um eine Weltsensation handeln. Das ist nur eine sehr kleine Auswahl dessen, was so geschrieben und gesendet wurde über die so genannte Schoko-Pizza, die mit einer Pizza lediglich Name, Form und Verpackung teilt, sonst gar nichts: keine Tomatensauce, kein Käse, kein Oregano. Die Schoko-Pizza ist keine Pizza, sondern ein sehr flacher Schokoladenkuchen mit Schokoladenüberzug, aber der simple Trick, das Pizza zu nennen, reicht schon aus, Journalisten zu Gratis-Werbern zu machen.
    • Halten Sie Cash bereit. Es baut sich Druck auf.
      Es baut sich sogar ein enormer Druck auf. Nach der Brexit-Wahl im letzten Jahr, die unseren lieben kleinen DAX an einem Tag um 10% tiefer schickte, wird nun am heutigen Tag der Brexit formal bei der EU eingereicht. Die Märkte interessiert das nicht im Geringsten. Auch nicht, dass die weiteren politischen Risiken extrem hoch sind und auch nicht, dass die Unternehmensgewinne in den Industrienationen (USA,EU,JAPAN) bestenfalls stagnieren. Die Kurse steigen weiter und der DAX befindet sich nur noch
    • Händler des Todes
      Laut SZ-online vom 14. März 2017 stehen zwei weitere Patrouillenboote einer größeren Gesamtlieferung an das Kopf-ab-Regime in Saudi-Arabien auf dem Lieferprogramm. Bereits Ende Januar waren zwei Exporte genehmigt worden - vom Bundessicherheitsrat, heißt es. Doch warum rege ich mich auf? Junge, wann wirst Du denn endlich schlauer? Das hätte ich mir doch denken können. Beim Blick in das Tablet schmeckt der beste Morgenkaffee nicht mehr. Das halbe Brötchen im Bauch macht sich auch bemerkbar und will den Weg zurück antreten.
    • Der Schwachsinn blüht
      Ist man ein Rassist, wenn man einen Mohrenkopf bestellt? Oder gar – was das Gleiche ist – einen Negerkuss? Natürlich nicht Trotzdem soll man das Wort nicht mehr verwenden dürfen. Es wird auch nicht mehr verwendet. Verpönt. Politisch unkorrekt. Tabu. Weil ein Mitarbeiter des Reiseunternehmens Thomas Cook in der Kantine bei einer aus Kamerun stammenden Frau einen Negerkuss bestellt hatte, wurde er fristlos entlassen. Allerdings zu Unrecht, wie das Arbeitsgericht Frankfurt dem Unternehmen 2016 (hier) bescheinigte. Heute wird dieses süße Zeug nur noch als „Schaumkuss“ oder „Schokokuss“ angeboten. Schade. Diese schreckliche, beflissene Folgsamkeit. Einer der wenigen, der in diesen Dingen politischer Korrektheit öffentlich nicht folgsam sein mag, Peter Hahne, schrieb ein Buch mit dem schönen, für die Sprachdiktatoren provokanten Titel Rettet das Zigeuner-Schnitzel – Empörung gegen den täglichen Schwachsinn.
    • ESC 2017 - Der nackte Affe tanzt
      Der Streit um das Einreiseverbot der behinderten russischen Kandidatin beherrscht das Spektakel, das dieses Jahr in Kiew stattfindet. Es dürfte einer der brisantesten Wettbewerbe seit langem werden: der Eurovision Songcontest 2017, der in Kiew in der Ukraine ausgetragen wird. Von vielen als peinliches Spektakel abgetan, von den meisten als guilty pleasure zelebriert, geht der ESC in eine weitere Runde, die wieder einmal reich an rührseligen und heiteren Geschichten, Mikrokatastrophen und handfesten Skandalen sein dürfte - der erste wird gerade dieser Tage ausgetragen. Schon 2016 wird vielen Mitgliedern der European Broadcasting Union (EBU) beim Gedanken, ihre Acts in die Ukraine zu schicken, unwohl gewesen sein.
    • Bonnies Clyde: Warren Beatty zum Achtzigsten
      Sein Lächeln macht ihn sympathisch auch in weniger sympathischen Rollen. Nur dreiundzwanzig Filme drehte er in fünfundfünfzig Jahren – genug für eine beachtliche Zahl an Ehrungen. Das ungläubige Lächeln mit etwas schiefem Mund, das Warren Beatty in der Oscar-Nacht vor einigen Wochen zeigte, als er ohne Schuld einen falschen Gewinner annoncierte, dieses Lächeln ist immer eine Art Markenzeichen für ihn gewesen. Es macht ihn sympathisch auch in weniger sympathischen Rollen, weil es linkisch wirkt, als täte er, was er gerade tut, nicht ganz aus freien Stücken und sei also nicht völlig dafür verantwortlich. Eine nicht unbeträchtliche Portion Charme liegt in diesem Lächeln. Etwas, das nicht altert.
    • Rocky gegen Kasparow
      Beim Schachboxen werden nicht nur die Muskeln trainiert, sondern auch die Gehirnzellen. Die junge Sportart besticht neben ihrem innovativen Spielsystem vor allem durch ihre Community. Tätowierte, düster dreinblickende Männer, der Geruch von Schweiß und Testosteron eine aggressive und aufgeheizte Stimmung – das alles sind Stereotype des klassischen Boxens, aber auf das Schachboxen treffen sie sicherlich nicht zu. Beim Chessboxing Berlin e. V. trainieren in freundschaftlicher Atmosphäre junge Erwachsene, die vor allem eines wollen: sich der komplexen Herausforderung der Sportart zu stellen. Neben dem Schachbrett stehen zwei Trainer, die wohl nur wegen ihrer Liebe zum Boxen mit dem alten Mickey, dem Trainer von Rocky Balboa, verglichen werden können.
    • Round-Up: Der Mythos “La Bestia Negra”
      Übernächste Woche steht das bereits 23. Kapitel des am häufigsten gespielten Champions-League-Duells der Neuzeit an: Real Madrid C.F. gegen FC Bayern München. Zeit für uns im wöchentlichen Round-Up auf einen von der deutschen Presse momentan oft beschworenen Mythos einzugehen – den der „Bestia Negra“. Dazu muss als erstes mit einem weitverbreiteten Missverständnis über diesen Mythos aufgeklärt werden. Die Bezeichnung stellt den Gegner weniger als überlegen und unbezwingbar dar, sondern bezeichnet einen Rivalen, den man trotz eigener Überlegenheit einfach nicht besiegen kann.
    • Der ORF als Soros-Propagandasender
      Der Beitrag in der ZiB 24 am 29.März dauert rund zweieinhalb Minuten, ist jedoch Propaganda pur: Ungarn geht gegen Projekte von George Soros vor, der das Land destabilisieren will, in dem er einst geboren wurde. So wird es freilich nicht genannt, sondern wir hören diese Worte: „Einer der reichsten Männer der Welt, Investor George Soros, ist stinksauer, und das nicht ohne Grund. Seine Uni in Ungarn, in Budapest, die mit seine Mitteln zu einer international angesehenen Eliteuni geworden ist, an der auch Österreichs bekanntester und renommiertester Politikwissenschafter lehrt, Anton Pelinka – diese Uni droht jetzt dichtgemacht zu werden von der extrem umstrittenen Regierung Orban.“
    • Der Westen tötet in Syrien und Deutschland tötet mit
      Die weiße Weste hat sich blutrot gefärbt und der Bundestag muss das Mandat neu verhandeln. Deutschland echauffiert sich gerne über die russischen Luftangriffe in Syrien. Zu Recht. Laut der NGO Airwars haben russische Luftangriffe in den letzten eineinhalb Jahren immerhin 1.900 zivile Todesopfer verursacht. Wer nun mit dem Finger nach Moskau zeigt und dort einseitig die Schuldigen verortet, sollte jedoch innehalten. Denn dieser März war der blutigste Monat in der Geschichte der westlichen Luftangriffe im Bürgerkrieg in Syrien und im Irak. Laut Airwars wurden mindestens 1.300 Zivilisten durch Bomben westlicher Kampfflugzeuge umgebracht. Man könnte zynisch folgern: Wofür Russland eineinhalb Jahre braucht, schafft der Westen beinahe in nur einem einzigen Monat. Nun kam auch noch heraus, dass deutsche Tornados in mindestens einem Fall der westlichen „Anti-ISIS-Allianz“ offenbar strategisch wichtige Aufklärungsfotos übermittelt haben, die zu einem Luftangriff auf ein offenbar mit Flüchtlingen besetztes Schulgebäude in der Nähe der syrischen Stadt Rakka geführt haben, bei dem je nach Quelle zwischen 33 und 420 Zivilisten zu Tode kamen. Deutschland tötet in Syrien mit und die bisherigen offiziellen Statements der Bundesregierung sind ein Hohn für die Hinterbliebenen.
    • Abzug der Bundeswehr aus Incirlik?
      Bundesregierung findet acht alternative Standorte, aber führt keine Gespräche mit den entsprechenden Ländern. Auf welche alternative Standorte könnte die Bundeswehr bei einem Abzug aus dem türkischen Incirlik ausweichen? Du Bundesregierung hat in einer Kleinen Anfrage der Linkspartei erklärt, dass nach Prüfung acht Ausweichstandorte möglich wären. Demnach hat die Bundesregierung jeweils drei Luftwaffenstützpunkte in Kuwait und Jordanien außgemacht, außerdem zwei Air Bases in Zypern. Die seit geraumer Zeit existierenden Spannungen zwischen Deutschland und der Türkei, die auch dazu geführt haben, dass das Land unter Präsident Erdogan deutschen Politikern den Besuch auf dem Bundeswehrstützpunkt in Incirlik verweigert hat.
    • Daesch zerstören?
      Während Washington die Zeichen vervielfacht, die seine Absicht Daesch zu zerstören bestätigt, planen die Briten und die Franzosen, gefolgt von allen Europäern, auf eigene Faust weiterzumachen. London und Paris hätten den Angriff auf Damaskus und Hama koordiniert, um die syrische arabische Armee zu zwingen die Städte zu verteidigen und somit ihre Präsenz rund um Rakka zu schwächen. Die Europäer hoffen, die Flucht der Dschihadisten in Richtung türkische Grenze zu organisieren.
    • Jobgelegenheit des Tages: Russen-Darsteller
      Jobsuchende aufgepasst: Die Bundesagentur für Arbeit vermittelt derzeit Stellen der besonderen Art. Auf Webseiten, die von der Behörde mit Stellenangeboten bestückt werden, sucht die Firma Optronic unter der Rubrik »Helfer/Helferin im Veranstaltungsservice« »Russisch-Rollenspieler/innen für NATO-Übungen«. Die Jobbeschreibung lässt keinen Zweifel daran, dass auf die Bewerber interessantere Aufgaben zukommen als etwa auf Komparsen, die in Filmproduktionen meist als bloßes Beiwerk durch den Hintergrund huschen. Die Militärstatisten jedenfalls haben bei ihrem Einsatz auf dem Manövergelände im bayerischen Hohenfels einen deutlich aktiveren Part: Sie spielen »die Zivilbevölkerung in Krisengebieten«, gleichsam als Gegenüber der US-Army, die dort auf ihre Art für Ordnung und vermutlich reichlich Kollateralschäden sorgt.
    • Gemeinwohl-Ökonomie erhält ZEIT WISSEN-Preis „Mut zur Nachhaltigkeit“
      Die Gemeinwohl-Ökonomie und ihr Initiator Christian Felber wurden am 28. März 2017, mit dem ZEIT WISSEN-Preis "Mut zur Nachhaltigkeit 2017" in der Kategorie WISSEN ausgezeichnet. Die Preisverleihung erfolgte im Rahmen des ZEIT WISSEN-Kongresses „Mut zur Nachhaltigkeit“ in Hamburg. Vor sieben Jahren gründete Christian Felber, „der Robin Hood einer gerechten Ökonomie“, die Gemeinwohl-Ökonomie, ein ethisches Wirtschaftsmodell, das nicht darauf beruht, Gewinne zu steigern, sondern das Gemeinwohl als wichtigste Maxime sieht. 15 Unternehmen waren von Beginn an dabei, mittlerweile unterstützen mehr als 2200 Unternehmen aus fast 50 Ländern das Modell.
    • Bleiberecht
      Wer die Ankündigung des Bundesgerichtshofs (BGH) für diesen Mittwoch gelesen hatte, der war auf ein Randthema des Mietrechts eingestimmt. Am Ende wurde daraus ein Grundsatzurteil zu einem der heißesten Konflikte zwischen Vermieter und Mieter - zur Kündigung wegen "Eigenbedarfs". Und anders als in vielen früheren Urteilen ging die Sache dieses Mal zugunsten der Mieter aus. In dem Fall geht es um eine Zwei-Zimmer-Wohnung in Berlin, die seit 40 Jahren vom selben Mieter bewohnt wird. 2008 hat eine neue Eigentümerin die Wohnung ersteigert, nun soll der Mann raus - weil der Ehemann der Vermieterin die 27 Quadratmeter als Archiv benötigt, um in den überquellenden Aktenregalen seines Büros Platz zu schaffen.
    • Maas schwingt die Zensurkeule
      Ein "allgemeines Netzzensurgesetz" nennt Volker Tripp vom Verein Digitale Gesellschaft den Gesetzesentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas zur Bekämpfung von Hate Speech im Internet. Vor allem soziale Netzwerke geraten ins Fadenkreuz staatlicher Zensur. Schon die von Heiko Maas eingesetzte Taskforce gegen Internet-Hetze sorgte für umfangreiche Kritik. Neben der wenig objektiv aufgestellten Amadeu Antonio Stiftung wurde auch die Bertelsmann-Tochter Arvato beauftragt, an Löschungen auf der Social-Media-Plattform Facebook mitzuwirken. Ein "allgemeines Netzzensurgesetz" nennt Volker Tripp vom Verein Digitale Gesellschaft den Gesetzesentwurf von Bundesjustizminister Heiko Maas zur Bekämpfung von Hate Speech im Internet. Vor allem soziale Netzwerke geraten ins Fadenkreuz staatlicher Zensur. Schon die von Heiko Maas eingesetzte Taskforce gegen Internet-Hetze sorgte für umfangreiche Kritik. Neben der wenig objektiv aufgestellten Amadeu Antonio Stiftung wurde auch die Bertelsmann-Tochter Arvato beauftragt, an Löschungen auf der Social-Media-Plattform Facebook mitzuwirken.
    • Das politische Rechts-Links-Schema als Kampfinstrument
      Die Bezeichnung von politischen Auffassungen als „links“ oder „rechts“ geht auf die 1789 im Zuge der Französischen Revolution entstandene Französische Nationalversammlung zurück, in der auf der linken Seite (vom Präsidenten aus) die revolutionären, republikanischen, verändernden Kräfte saßen, während auf der rechten Seite die mehr für den Erhalt der politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse eintretenden, der Monarchie freundlich gesinnten Vertreter ihre Sitze hatten. An die Stelle der festgefügten hierarchischen Sitzordnung in der Versammlung der feudalen Generalstände, trat die Auffächerung in ein Meinungs- und Auseinandersetzungs-Spektrum zwischen zwei Polen, zwischen denen sich dann noch weitere Differenzierungen bildeten.
    • Müsste die Bundesregierung Snowden an die USA ausliefern?
      Müsste die Bundesregierung Snowden an die USA ausliefern? Sie prüft. Und prüft. Und prüft. Die Bundesregierung verschleppt die Prüfung, ob Edward Snowden an die USA ausgeliefert werden müsste, sollte er nach Deutschland einreisen. Und selbst die Informationen, die in den letzten Jahren von den USA kamen, hält die Bundesregierung geheim – auf Bitten des US-Justizministeriums. Eine Vernehmung Snowdens in Deutschland ist aber mit Risiken verbunden: Snowden würde eine Auslieferung an die USA drohen. Die USA hat der Bundesregierung schon 2013 mitgeteilt, dass Snowden ausgeliefert werden soll, sobald er deutschen Boden betritt.
    • Abschiebungen aus Schweden: „Man kippt sie einfach in Kabul ab“
      „Eine Schande für Schweden ist das“, sagt Kinna Skoglund, als sich der von mehreren Polizeiautos eskortierte blaue Bus am Dienstagabend kurz vor 19 Uhr in Bewegung setzt. Zusammen mit rund einhundert anderen DemonstrantInnen hatte die Sprecherin des Netzwerks „Vi står inte ut“ („Wir halten das nicht aus“) den ganzen Tag in Kållered vor dem Gelände der Ausländerbehörde „Migrationsverket“ protestiert. Kurzer Tumult entsteht, die Polizei öffnet die Sperren. Einige versuchen, den Bus zu stoppen, werden von berittener Polizei zurückgedrängt. Menschen schreien. „Ein Schulkamerad von mir sitzt da drin“, schluchzt Samir, „beim nächsten Mal bin ich es vielleicht. Die dürfen uns nicht zurückschicken. Wir können nicht zurück, es ist doch lebensgefährlich.“
    • Leichen-Koproduktion der Bundeswehr in Syrien läuft nur schleppend an
      Die Bundeswehr weiß seit ihrer Gründung nicht so genau, ob sie nun Spucke oder Kakao ist. Immerhin darf sie in größeren Konflikten inzwischen Hand- und Spanndienste für die großen Keulenschwinger machen. Auch Fotos schießen oder schon mal Lufttanker fliegen. Alles natürlich auch als Vorbereitung auf noch höhere Weihen. Mit einem großartigen Fotoshooting in Syrien knüpft sie fast nahtlos an ihren letzten großen Erfolg von Kundus / Afghanistan an.
    • Bundeswehr an verheerendem Luftschlag beteiligt
      Verteidigungsministerium will sich nicht äußern und verweist auf Geheimhaltungsgründe. War die Bundeswehr an dem verheerenden Luftschlag vom Dienstag vergangener Woche in der syrischen Ortschaft al-Mansoura nahe der Stadt Rakka (Raqqa) beteiligt? Laut Medienberichten legen das Recherchen von NDR, WDR und SZ nahe. Demnach sollen deutsche Tornados am 19. März 2017 "Aufklärungsbilder" eines Gebäudekomplexes geliefert haben, der in der Nacht vom 21. auf den 22. März bombardiert wurde. "Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen": Das ist das Credo einer Außenpolitik, die zunehmend davon ausgeht, dass mit dem Militär Frieden geschaffen werden kann. "Deutschland muss mehr Verantwortung übernehmen", ist jene Aussage, wie sie seit geraumer Zeit von politischer Seite vertreten wird und wie sie immer wieder in den Medien zu hören ist. Hat Deutschland nun genug Verantwortung übernommen - oder ist das erst der Anfang?
    • Bundeswehr-Untersuchung: Pfullendorf ist kein Einzelfall
      Nach den jüngsten Skandalen um sexuelle Belästigung und entwürdigende Aufnahmerituale hat die Bundeswehr Missstände in den eigenen Reihen untersucht. Das Ergebnis ist ernüchternd: Pfullendorf war zwar ein Extremfall, aber keine Ausnahme, wie aus einem Bericht an den Verteidigungsausschuss des Bundestags hervorgeht. Außerdem gebe es Defizite beim Meldesystem für solche Fälle. Es sei zersplittert, nicht kohärent und werde uneinheitlich gehandhabt, heißt es.
    • Hartz-IV: Schwarze Pädagogik gegen Erwachsene
      Schwarze Pädagogik bezeichnet eine überkommene Vorstellung von Erziehung, in der Kinder zu „ihrem Besten“ wortwörtlich geprügelt wurden: Zwang und körperliche Strafen, Ohrfeigen als Allheilmittel, Schläge mit dem Rohrstock auf den nackten Hintern dienten dazu, Kindern „anständiges Verhalten“ beizubringen. Voraus eilender Gehorsam: Als „brav“ galten die Gewaltopfer, wenn sie abends die Hände auf der Bettdecke falteten, keine kritischen Fragen stellten und den Tätern in voraus eilendem Gehorsam zu Diensten waren. Diese autoritäre Erziehung gilt als ein wesentlicher Nährboden des Hitler-Regimes.
    • Syrische Armee nimmt mehrere Hügel im Norden von Hama wieder ein
      Am gestrigen Mittwoch hat die syrische Armee nördlich der Stadt Hama mehrere Hügel wiedereingenommen, die sie angesichts der großen Terroroffensive von Al Kaida und Kumpanen vor einigen Tagen aufgegeben hatte. Al Masdar News meldete am Nachmittag, die syrische Armee habe am Mittwoch zunächst die Hügel Tal Shiha und Punkt 50 südlich und nördlich des von Terroristen überrannten und inzwischen menschenleeren Dorfes Arzeh eingenommen, und am Nachmittag dann auch noch den Hügel Tel Bizam nördlich der Ortschaft Soran. Für die Tausenden von Terroristen, die vor rund einer Woche einen Versuch begonnen hatten, von Norden her in die Stadt Hama durchzubrechen, bedeutet der Verlust des hohen Grundes, dass sie in den niedriger gelegenen Gebieten nun reichlich mit präziser Artillerie belegt werden.
    • Langer Atem
      Seit vierzig Jahren kämpft die PKK für Freiheit und Sozialismus in Kurdistan. Ein Besuch vor Ort: Eingewickelt in jeweils drei Decken liegen wir eng beieinander, um die Kälte nicht zu spüren. Der Aladdin brennt auf Sparflamme. Der Petroleumbrenner wärmt kaum, verpestet aber die Luft in unserem kleinen Raum. Wir sprechen, lachen, hören kurdische Musik. Plötzlich fordert uns Heval Azad, einer unserer Gastgeber, auf, still zu sein. Er macht das Licht aus, die Gespräche verstummen. Wir sitzen schweigend im Dunkeln. In der Stille der Nacht nähert sich ein Motorengeräusch. Erst ganz leise, dann deutlich wahrnehmbar. Kaum eine Minute dauert der Spuk, dann ist wieder nichts zu hören, nur das Quaken der Frösche, das Plätschern unserer Wasserquelle und das gelegentliche Heulen von Wölfen. »Flugzeug, Drohne, Hubschrauber?« frage ich. »Hubschrauber, ganz klar«, sagt Azad. Das Flapp-Flapp der Rotoren könne man doch gar nicht verkennen, meint der junge Guerillakämpfer.