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    Hier finden Sie laufend aktualisierte Meldungen, aggregiert aus Medienquellen vorwiegend jenseits des Mainstream (via Net-News-Express):


    • Böse Medien oder mäßiiger Trump? - das ist hier die Frage
      Wer die Geheimdienste beschimpft, um hinterher ihnen Rückhalt zu versprechen, ansonsten stets schnell auf Proteste gegen seine Person reagiert, dennoch zu weltweiten Demonstrationen schweigt, punktet nicht gerade, schafft kaum eine Vertrauensbasis. Ganz im Gegenteil, gerade selbstbewußte Frauen fühlen sich von ihm erheblich abgewertet, werden somit keineswegs klein beigeben, selbst wenn eine Frau Merkel in der Rolle der Bundeskanzlerin bereits ihn nur eher sanft anmahnt im Gegensatz zum Koalitionspartner.
    • Grundrisse einer freien Gesellschaft
      Viele Ansätze erdenken neue Gesellschaften, indem sie interessante aktuelle Entwicklungen prognostisch verlängern. Im Zentrum stehen meist neue Technologien – Jeremy Rifkin (2014) und Ludger Eversmann (2014) machen es vor. Ob die prognostizierte neue Gesellschaft wirklich „neu“ oder doch nur eine modernisierte Variante des Gehabten ist, wird selten thematisiert. Doch was macht das Neue einer Gesellschaft aus? Was überhaupt ist eine Gesellschaft? Gesellschaft ist der soziale Zusammenhang, in dem Menschen ihre Lebensbedingungen herstellen und den sie herstellen. Gesellschaft ist somit doppelt bestimmt.
    • Lidl lohnt sich – für einen
      Der reichste Baden-Württemberger ist Dieter Schwarz. Dem großen Unbekannten gehört der Discounter Lidl, der Einzelhandel, Bauernhöfe und Innenstädte im Griff hat. Nun mischt der Milliardär aus Heilbronn die Hochschullandschaft auf. Unter tatkräftiger Mithilfe von Ex-Politikern. Immer weniger Menschen kaufen ihre Lebensmittel bei Metzger und Bäcker, auf Wochenmärkten oder direkt beim Bauern. Immer mehr Deutsche besorgen sich Fleisch, Milch und Brot in Supermärkten oder Discountern. Vor allem letztere boomen, sagt der Ernährungsreport 2017 des Bundesministeriums für Ernährung und Landwirtschaft. Ein Ergebnis, das Dieter Schwarz freuen dürfte. Dem 77-jährigen Heilbronner gehören die Warenhaus-Kette Kaufland und der Discounter Lidl. Seine Schwarz-Gruppe mit Sitz in Neckarsulm ist einer der größten Handelskonzerne der Welt.
    • Nach dem Pisa-Schock
      Es ist interessant, dass der Pisa-Schock in den letzten Jahren zu vermehrten Pilgerreisen von Bildungspolitikern nach Finnland beziehungsweise Skandinavien führte. Aber vieles von dem, was da passiert, entspricht exakt den reformpädagogischen Postulaten, wie sie in den 20er Jahren in Deutschland entwickelt wurden. Wenn zu stark auf die Ausbildung Wert gelegt wird, bleibt meist die Seele der Kinder als Basis eines guten sozialen Miteinanders auf der Strecke. Anstelle von Empathie wächst dann eine Mischung aus Apathie und Egoismus. Der Druck auf die Kinder wird dann unerträglich.
    • Geparden sprinten ins Aus
      Forscher schlagen Alarm: Der schnellste Sprinter im Tierreich ist akut vom Aussterben bedroht. Die Geparden-Bestände sind in den letzten Jahren förmlich zusammengebrochen, weltweit bleiben nur noch 7.100 Tiere übrig. Von den asiatischen Geparden existieren sogar nur noch 50 Exemplare. Ursache der alarmierenden Verluste ist vor allem der enorme Flächenbedarf des schnellen Jägers, der die Geparden aus den Schutzgebieten herausbringt.
    • Warum ist Donald Trump eigentlich weltweit der Buhmann?
      Wer in der heutigen Zeit die Mainstream-Medien mit ein wenig Sensibilität verfolgt, kann schnell von einem negativen Schauer in den nächsten fallen. Der neue, demokratisch gewählte US-Präsident Donald Trump hat sein Amt angetreten. Im Normalfall gibt man jedem führenden Politiker eine 100- Tages-Frist, um sich zu bewähren. Danach findet eine erste Analyse der getroffenen Entscheidungen statt, so heißt es offiziell. Ein Wahlkampf ist, wie wir in der Vergangenheit lernen durften, in aller Regel eine reine Propaganda-Show. Alle Staatschef-Kandidaten der sogenannten demokratischen Ordnung präsentieren dabei oft völlig überzogene Aussagen, dramatische Schmutzkampagnen gegen die politischen Widersacher, und sie schrecken auch nicht selten vor Lügen zurück.
    • Nestlé, Unilever, Wal-Mart: Immer mächtiger
      Die Konzerne, die Lebensmittel verarbeiten, werden immer mächtiger und können vielerorts gegenüber den Produzenten sowohl in Entwicklungsländern wie auch in Industrieländern ihre Bedingungen häufig diktieren. Eine ähnliche Konzentration findet im Detailhandel der Industrieländer statt. Es sind nicht etwa Kartellämter, Monopolkommissionen oder neoliberale «Ordnungspolitiker», die Alarm schlagen, sondern NGOs wie «Germanwatch», «Oxfam» «Bund für Umwelt und Naturschutz» oder die «Heinrich-Böll-Stiftung». Diese Organisationen haben soeben einen umfassenden, mit Grafiken illustrierten «Konzernatlas 2017» veröffentlicht, der die jüngste Entwicklung der Konzernfusionen darlegt und deren Marktmacht aufzeigt.
    • Der CO2 Zyklus der Erde und seine Zukunft
      In der Fachliteratur wurde bisher noch kein Modell für den globalen CO2 Zyklus vorgestellt, das die heute verfügbaren Messungen seiner Bestandteile über mehr als 160 Jahre befriedigend gut wiedergibt. Dieser Mangel ist mit einer jüngst erschienenen Fachpublikation der Autoren nun beseitigt. Das Carbon Dioxide Information Analysis Center (CDIAC) stellt Messdaten des CO2 Zyklus zur Verfügung, die mit dem Jahre 1959 beginnen und eingeschränkt bis 1850 zurückreichen. Die geringen Mengen von anthropogenem CO2 um das Jahr 1750, welche durch erste Anfänge der Industrialisierung und stärkere Holzverbrennung erzeugt wurden, gelangten noch vollständig in die Atmosphäre.
    • BER: Ein Hauptstadtflughafen als Lachnummer
      Dass es nichts wird mit den ersten Starts am neuen Hauptstadtflughafen in diesem Jahr, haben Beobachter der Baustelle schon lange geahnt. Monat für Monat verschleppten sich die «Meilensteine», wie Flughafen-Chef Karsten Mühlenfeld entscheidende Fortschritte zur Fertigstellung nennt. Doch die Hoffnung blieb, dass der Flughafen fertiggebaut wird und Ende 2017 an den Start gehen kann. Selbst, als längst alles dafür sprach, dass auch dieser Zeitplan kippt. Und dann das: Wieder funktioniert die Steuerung der 1200 Türen im Flughafen nicht, die bei Feuer sofort schließen müssten, um eine ordnungsgemäße Entrauchung zu gewährleisten.
    • Das ISB Sozialgewerbegeflecht
      Die Blaupause für die Privatisierung von Sozial-, Bildungs- und Arbeitsmarktbereichen in der Kommune. Seit den 1980er Jahren sind in Dortmund aufgrund der hohen Zahl der Erwerbslosen, eine Reihe von Initiativen, Gruppen, Vereinen und Körperschaften entstanden, die in dem sozial- und arbeitsmarktpolitischen Bereich eine immer größere Rolle spielen, denen aber in der Regel die demokratische Legitimation und gesellschaftliche Kontrolle fehlt. So eine Konstruktion ist in Dortmund das Sozialgewerbegeflecht, die Interessengemeinschaft Sozialgewerblicher Beschäftigungsinitiativen – ISB eV. Immer öfter hat die Stadt Dortmund der ISB Aufgaben übertragen, zuletzt noch die Koordination der komplementären Schulsozialarbeit, die nach dem herbei geredeten und medial verbreiteten Gespenst von der Gewalt an Schulen rasch aufgebaut wurde, flankiert durch die Geldmittel aus dem völlig gefloppten „Bildungsteilhabepaket“ aus dem Hartz IV Bereich.
    • Gestern "NSU" - heute "Amri"?
      Erstaunliche Parallelen in zwei Mordkomplexen: Untersuchungsausschuss des Bundestages stößt im NSU-Skandal auf weitere Rätsel um V-Leute und V-Leute-Führer. Gestern "NSU" - heute "Amri"? Erstaunlich am Fall des mutmaßlichen Attentäters auf den Weihnachtsmarkt in Berlin, Anis Amri, sind die sichtbar werdenden Parallelen zur Mordserie des "NSU". Hier wie dort: Behörden mit Tuchfühlung zu den späteren Tätern; V-Leute des Verfassungsschutzes mit Kontakt zu den Tätern; Täter, die sich in der Öffentlichkeit bewegen und dann plötzlich verschwinden. Wie beim NSU ist auch bei Amri wieder vom offenkundigen Behördenversagen die Rede, wieder ergeben sich Fragen aus der Fahndung und den Ermittlungen nach dem Anschlag.
    • Australian Open: Mischa Zverev schafft Sensation gegen Murray
      Tennis: Mischa Zverev hat für eine Tennis-Sensation gesorgt und mit dem Sieg über den Weltranglisten-Ersten Andy Murray das Viertelfinale bei den Australian Open erreicht. Der 29 Jahre alte Hamburger besiegte den fünfmaligen Melbourne-Finalisten aus Schottland am Sonntag 7:5, 5:7, 6:2, 6:4. „Das bedeutet mir die Welt - und dass die Familie da ist, die Box voll ist und mich so viele Leute unterstützen“, sagte Zverev nach seinem größten Erfolg. „Ich war in einem kleinen Koma, ich habe die ganze Zeit Serve und Volley gespielt. Ich weiß nicht, wie ich einige Punkte gewonnen habe.“
    • Apres Ski und AufgetTrumpt
      Obama war ein guter Präsident, sagen Börsianer. Andere werden das anders sehen. In seiner Amtszeit hat sich der Dow Jones verdoppelt. Ebenso steht der US-Schuldenberg jetzt doppelt so hoch. Gibt es einen Zusammenhang? Kein Wunder, denn so funktioniert das Geld: Die Schulden der einen sind die Guthaben der anderen, nur ungerecht verteilt. Das war die Kurzfassung. Und wegen der Zinsen verrichtet der Teufel dann seine Notdurft immer und am liebsten auf dem größten Haufen. Wer hat, dem wird gegeben.
    • Der Sumpf von Seoul
      In Südkorea hat Korruption an der Staatsspitze Tradition. Die Bevölkerung protestiert und fordert grundlegende Reformen. Als am 9. Dezember die Suspendierung von Präsidentin Park Geun Hye bekannt wurde, brach unter den zehntausenden Demonstranten vor dem Parlamentsgebäude in Seoul Jubel aus. 234 Delegierte – also nicht nur die Opposition – hatten für den Misstrauensantrag gestimmt, 65 dagegen. Auch in anderen großen Städten wie Gwangju, Suncheon, Incheon, Busan oder Jeju verliehen Demonstranten ihrer Genugtuung Ausdruck. Fast zwei Monate lang waren jeden Samstag landesweit Millionen Menschen auf die Straße gegangen, um mit Kerzen in den Händen den sofortigen Rücktritt der Präsidentin zu fordern. Die Liste der Anschuldigungen gegen sie ist lang: Ihre Regierungsgeschäfte sollen unter dem Einfluss ihrer langjährigen Freundin Choi Soon Sil gestanden haben; zudem soll sie Geld von den großen Familienkonzernen, den Jaebol, erhalten und Regimekritiker unterdrückt haben.
    • Alles Fakebook?
      Nachrichten über falsche Nachrichten haben sich spätestens seit Trumps Triumph zu einem eigenen Mediengenre entwickelt und das Gerede vom „postfaktischen Zeitalter“ ebenso befeuert wie den voreiligen Ruf nach neuen Gesetzen. Schuld an der amerikanischen Wahlmisere, am Brexit und am Aufstieg deutscher Rechtspopulisten sind angeblich die Fakenews der vermeintlich „sozialen“ Medien. Weil in den USA und zunehmend auch bei uns vor allem die jüngeren Menschen ihre Nachrichten nur noch aus den sozialen Netzwerken beziehen, so die These, spiele ihr Wahrheitsgehalt keine Rolle mehr.
    • Kosovo will um jeden Preis in die NATO
      Seit dem Jahr 2014 steht das Thema NATO-Mitgliedschaft ganz oben auf der außenpolitischen Agenda des jüngsten europäischen Staates, Kosovo. Gäbe es einen kosovarischen Wappenspruch, würde er lauten: „NATO is for life – EU is for better life“. Bislang haben, je nach Standpunkt, schon oder erst 112 der 193 UN-Mitgliedstaaten die Staatlichkeit Kosovos anerkannt. Im UN-Sicherheitsrat verweigern diese Anerkennung jedoch China und insbesondere Russland, wegen seiner historischen und ethnopolitischen Verknüpfungen mit Serbien, mit Verweis auf Resolution 1244 des Sicherheitsrats aus dem Jahr 1999.
    • Kältetod: Mehr als 300 Obdachlose seit 1991 erfroren
      Die Bundestagsabgeordnete der Linken, Sabine Zimmermann, hat die Bundesregierung gefragt, wie viele obdachlose Menschen in den vergangenen Jahren erfroren sind und welchen Handlungsbedarf sie sieht. Die Antwort: Keine Erkenntnisse, keine Handlungsnotwendigkeit. Für die Betreuung Wohnungsloser seien Länder und Kommunen zuständig. Der Zynismus der Verhältnisse wird vom Zynismus der Verwalter und Beschöniger mit Leichtigkeit übertroffen. Ohne die Unzuständigen und Unverantwortlichen in Ämtern und anderen Einrichtungen wären die Zustände aber nicht so, wie sie sind. Dem Kältetod in der Realität geht die Kälte gegenüber Menschenleben in der Gesellschaft und in Behörden voraus. Und die hat System, sie ist Teil des gesellschaftlichen Systems.
    • Almanach des Schwachsinns 2017
      Es fehlt in Deutschland an echten Alternativen. Wozu brauchen die Grünen noch Spitzenkandidaten? Sie haben doch schon eine, und sie heißt Merkel. Für die lief in dieser Woche wirklich alles blendend. Die größte Dummheit wäre es, zu glauben, man sei selbst gegen Schwachsinn gefeit. Mancher Schwachinn ist erst spät erkennbar, zu spät. Wie auch das Gegenteil. Was ist klug? Hinterher weiß man es. Nur manchmal ahnt man schon vorher, dass Entscheidungen falsch sind. Dann liegt der Irrtum im System.
    • Sündenbock Russland
      Russland soll schuld sein an der Trump-Wahl, am Syrienkrieg oder dem Ukraine-Konflikt. Damit lenkt die westliche Politik von ihrem eigenen Versagen ab. Noch vor der Ausweisung 35 russischer Diplomaten aus den USA bestätigte der Pressesekretär des Weißen Hauses, Josh Earnest, Journalisten gegenüber, dass Präsident Obama den Standpunkt der CIA und des FBI teile, wonach russische Geheimdienste die nationale Organisation der Demokratischen Partei gehackt und E-Mails durchsickern lassen hätten. Eine Frage der Reporter stand im Vordergrund: Glaubte das Weiße Haus wirklich, dass Russland die US-Präsidentschaftswahl manipuliert habe? Es gäbe unterschiedliche Erklärungsmodelle für Donald Trumps Sieg, so Earnest.
    • Will Donald Trump be assassinated, ousted in a coup or just impeached?
      As the president-elect takes office, all Washington can talk about is how badly it will end. The ‘most deadly adversaries of republican government,’ wrote Alexander Hamilton, arise ‘chiefly from the desire in foreign powers to gain an improper ascendant in our councils. How could they better gratify this, than by raising a creature of their own to the chief magistracy of the Union?’ Hamilton’s warning against ‘intrigue, and corruption’, published in 1788, speaks eerily to the Washington of today, where Donald Trump’s enemies imagine he is a Russian ‘agent of influence,’ bought or blackmailed by the Kremlin.
    • Correctiv, Kahane und die Sache mit dem Bock und dem Gärtner
      Endlich gibt es also eine kompetente Stelle, die entscheidet, welche Nachrichten wahr sind und welche nicht. Speziell Facebook wird nun durch Correctiv von falschen Nachrichten gesäubert. Das „erste gemeinnützige Recherchezentrum im deutschsprachigen Raum“, wie sie sich selbst beweihräuchern, wird angeblich durch Spenden – neudeutsch crowd-funding – finanziert. Das dürfte eine Halbwahrheit sein, denn bereits die Finanzierung bei der Gründung 2014 in Höhe von 675.000 € ist nur durch einen einzigen Geldgeber, nämlich die „Brost-Stiftung“ erfolgt. Vergeblich sucht man im Webauftritt von Correctiv nach einem Gründungsdatum. Nur die Bilanzen deuten darauf hin, dass diese erst im Jahr 2014 erfolgt ist.
    • Extreme Strompreise in Spanien
      Nun ermittelt auch die Staatsanwaltschaft, dabei zahlen spanische Verbraucher auch dafür, dass Frankreichs Atomstromnetz gestützt wird. Ganz Europa bibbert in der Kälte und die macht nicht einmal vor Spaniens Mittelmeerküste halt. Im sonst warmen Murcia oder Valencia blieben die Temperaturen zum Teil sogar tagsüber unter dem Gefrierpunkt, ganze Gemeinden waren eingeschneit, Hochgeschwindigkeitszüge steckten fest und Fahrzeuge auf blockierten Autobahnen. Heizen können viele darbende Familien bei einer Arbeitslosigkeit von 19,2% nicht, schon gar nicht, wenn Preise neue Rekordstände erreichen.
    • Zum Abschied: die unheimliche Welt des Joachim Gauck
      Ja, da geht er, der Bundespräsident. Eigentlich kein Grund, sich darüber zu äußern, wenn nicht … ja, wenn nicht in der Rede Botschaften versteckt wären, die Aufschluss darüber geben, wie „da oben“ gedacht wird – und was wir noch zu erwarten haben. Ja, in der Rede steht in der Tat drin, welche Zukunft uns droht – doch dafür muss man ganz genau hinschauen. Sicher: die Rede hat ein Gauck ja nicht selbst geschrieben. Dafür gibt es ja Redenschreiber – wie für alle Politiker. Eigentlich huldigen wir da immer einer Muppets-Show, also: Handpuppen und Pappkameraden, wenn wir uns diese Reden anhören. Ich möchte Sie, geschätzter Leser, auch nicht dazu verführen, die Rede selbst zu hören – es gibt ja kaum jemanden, der sich sowas antut. Sie ist langatmig und weitgehendst inhaltsleer, stellenweise codiert, dass nur Insider die Botschaft auf Anhieb verstehen – aber wer sie versteht, dem wird Angst und Bange.
    • Mike Oldfield über sein neues Album "Doom-Takka-Takka-Doom"
      Was wollt ihr hören? Prog-Rock-Superstar Mike Oldfield fragte seine Fans im Internet und machte ein neues Album draus. Hier spricht er über die verlorenen Siebziger und den Sinn von Online-Abmahnungen. SPIEGEL ONLINE: Herr Oldfield, Ihr neues Album "Return To Ommadawn" entstand in Nassau auf den Bahamas, wo Sie leben. Als Sie das Original, "Ommadawn", Mitte der Siebziger in England einspielten, sollen sich die Nachbarn über den Lärm beschwert haben. Stimmt das? Mike Oldfield: Ja, die waren total genervt. Ich besaß damals ein kleines Cottage auf dem Land, in dem wir arbeiteten. Mein guter Freund, der Percussionist Pierre Moerlen, wollte dummerweise nur bei geöffneten Fenstern spielen und hatte Schwierigkeiten, den Sound zu finden, den er suchte.
    • Neu im Kino: „Junction 48“ - Ein Weg für die Wut
      Sprachrohr für diejenigen, die sonst nichts zu melden haben: Hip-Hop ist der Soundtrack zum Nahost-Konflikt in dem Film, der bei der Berlinale 2016 mit dem Publikumspreis ausgezeichnet wurde. Es ist eigentlich klar, dass die verfahrene Situation im Nahen Osten nicht nur Frustrierte, radikale Islamisten und Selbstmordattentäter hervorbringt, sondern auch Rapper. Hip-Hop ist seit jeher ein Ventil für desillusionierte junge Männer und auch Frauen, ein Sprachrohr für die, die sonst nichts zu melden haben. Das gilt auch für die Protagonisten dieses Films, allen voran den Rapper Kareem, dargestellt von dem real existierenden Rapper Tamer Nafar von der Rap-Gruppe DAM. Auf seinem Leben beruht der Film. Bei der Berlinale 2016 wurde „Junction 48“ mit dem Panorama-Publikumspreis ausgezeichnet.
    • Trump geht zur CIA um da über den Medienkrieg gegen ihn zu reden
      An seinem ersten vollen Arbeitstag ist der neue US-Präsident Donald Trump zur CIA gegangen, um dort vor einigen Hundert Mitarbeitern über den Medienkrieg gegen ihn zu reden. Nach einer Einführung durch die amtierende Chefin der CIA Meroe Park und seinen Vizepräsidenten Mike Pence, erklärte Donald Trump den am Samstag zu seinem Auftritt im CIA-Hauptquartier erschienenen CIA-Mitarbeitern zunächst, dass er die Arbeit der CIA sehr schätzt, dass er ihnen volle Rückendeckung geben wird und dass der radiakle islamsiche Terrorismus das reine Böse ist, das vom Angesicht der Erde eliminiert werden muss, bevor er dann zu seinem eigentlichen Anliegen kam.
    • Ex-Präsident Jammeh hat Gambia verlassen
      Gut sieben Wochen nach seiner Wahlniederlage hat Gambias bisheriger Präsident Yahya Jammeh sein Land verlassen und damit eine drohende gewaltsame Eskalation vermieden. Am Samstagabend flog er von der Hauptstadt Banjul nach Guinea. Er wurde vom Präsidenten Guineas, Alpha Condé, begleitet. Anhänger verabschiedeten Jammeh auf dem Flughafen zum Teil unter Tränen. Ihm war dort ein roter Teppich ausgerollt worden und sein Gepäck wurde mit einem zweiten Flugzeug transportiert. Jammeh hatte den kleinen westafrikanischen Staat 22 Jahre mit harter Hand regiert.
    • Eine großartige Rede eines großartigen US-Präsidenten
      Die Welt hat ein Erbeben der Macht erlebt. US-Präsident hat mit seiner Antrittsrede bestätigt, dass es ihm Ernst ist. Es war eben kein Wahlkampfgerede, sondern er wird das umsetzen, was er angekündigt hat. Die Schnappatmung in den deutschen Medien und das offensichtliche Entsetzen bei unseren Politikern zeigt, dass da ein neuer Stil im Anmarsch ist. Ein Politiker, der amerikanische Interessen als oberste Priorität sieht, der die Interessen seines Volkes in der Vordergrund schiebt und hält, was er verspricht. Wie geht denn sowas? Das ist schon eine bittere Pille für Politiker vom Schlage einer Merkel, eines Gabriels oder einer Göring-Eckhardt, die Priorität ganz woanders verorten wissen wollen und die sich warm anziehen werden müssen.
    • Vermessung per Mastercard
      Kreditkartenkonzern hält Patent zur Ermittlung der Körpermaße seiner Kunden. Profitieren könnten Fluglinien – und diverse andere Branchen. Stell dir vor, deine Tochter bekommt Nachwuchs und Aldi wusste es schon früher als du. Kein Quatsch, »Big Data« macht’s möglich. Wie das gehen kann, schilderte bereits vor fünf Jahren das New York Times Magazin: Ein erboster Mann stellte den Leiter einer Target-Filiale nahe Minneapolis zur Rede, weil Rabattcoupons für Babybekleidung und Kinderbetten in seinen Briefkasten geflattert waren. Sein Kind gehe noch zur Highschool, »wollen Sie sie etwa ermuntern, schwanger zu werden?« Das brauchte der Gescholtene nicht mehr. Als er den Kunden Tage später anrief, um nochmals sein Bedauern auszudrücken, entschuldigte sich der Vater bei ihm. Es seien Dinge in seinem Haus geschehen, »von denen ich keine Ahnung hatte«, er werde demnächst Opa.
    • Syrien: Gemeinsame russisch-türkische Luftangriffe verschärfen Nato-Krise
      Am Mittwoch begannen russische und türkische Kampfflugzeuge koordinierte Luftangriffe gegen Ziele des Islamischen Staates (IS). Die Angriffe haben nicht nur deutlich gemacht, in welcher Krise sich Washingtons Intervention in dem kriegsgeplagten Staat im Nahen Osten befindet. Sie haben auch die Widersprüche innerhalb der Nato offen gelegt, die im Vorfeld von Donald Trumps Amtseinführung als Präsident der USA zunehmen. Die Luftangriffe richteten sich gegen Ziele in der Gegend der syrischen Stadt al-Bab, wo sich türkische Truppen und IS-Kämpfer in den letzten Wochen blutige Gefechte geliefert hatten.
    • Trump und die Russen: Der Beginn einer Freundschaft?
      Schon während des US-Wahlkampfes wurde weltweit heiß darüber diskutiert, wer ins Weiße Haus einziehen soll. Natürlich auch in Russland. Und auch wenn viele Russen Trumps Sieg begrüßten, weiß niemand, wie er sich in der Zukunft gegenüber ihrem Land verhalten wird. RT Deutsch über die innerrussische Debatte zum neuen US-Präsidenten. Kurz nachdem klar war, dass Donald Trump der offizielle Kandidat der Republikaner ist, haben Experten damit begonnen während ihrer Auftritte bei unterschiedlichen russischen Talk-Shows, oft auch auf staatlichen Sendern, Trump als Russland-Freund darzustellen.
    • Philharmonikerball: Das kriegt die Elphi niemals hin
      Anna Netrebko kommt in Blond, Männer tanzen im Frack linksherum, Migranten legen Platten auf: Der Philharmonikerball im Musikverein ist das Wiener Gesellschaftsereignis. Ein Erlebnisbericht: Brahms leuchtet irgendwie rosa, der gute Bruckner auch. Und Clara Schumann auf dem Treppenabsatz sieht plötzlich aus wie die Witwe Bolte. Offenbar alles eine Frage der Büsten-Beleuchtung wie der Umstände. Oben wieder Brahms, sein Saal, sonst ein Heiligtum der Kammermusik, wird mit Tango beschallt und heißt Roter Salon – eine Nacht lang. Und sonst? Alles Walzer! Eh kloar.
    • Bundesligagespräch: "Abschaffung des Abseits werden wir nicht erleben"
      Flexible Hoffenheimer und einen auf seine Taktik beharrenden Bayern-Trainer hat Blogger Tobias Escher von Spielverlagerung.de zum Bundesligastart 2017 beobachtet. Die Regeländerungs-Vorschläge von FIFA-Direktor Marco van Basten wären natürlich eine "Revolution", die so aber nicht eintreten wird. "Man muss den Fußballfans die Angst nehmen". Noch Luft nach oben hätten die Trainer-Neulinge von Darmstadt und Mönchengladbach, analysierte Blogger Tobias Escher von Spielverlagerung.de am 17. Spieltag. "Die Gladbacher sind offensiv sehr harmlos aus der Winterpause zurückgekehrt, hatten keinen Sprit nach vorne. Da hat es für Darmstadt mit einer defensiv stabilen Leistung gereicht. Da muss man noch mehr Arbeit leisten in beiden Fällen."