Zeit ist Leben, nicht Arbeit oder Geld

dvd frohes schaffen webdvd speed webHeute bestimmt weitgehend die Technik das Tempo, nicht mehr der Mensch. Und in der Wirtschaft geht ohne laufende Beschleunigung anscheinend nichts. So landen wir in einer Spirale, die sich selber weiter antreibt – mit schlimmen Folgen. Vier Dokus nähern sich dieser Thematik aus verschiedenen Blickwinkeln:

„Work Hard, Play Hard“ (D, 2011) lässt Situationen der modernen Arbeitswelt unkommentiert auf den Betrachter einwirken und offenbart so deren Sterilität und Anonymität. Warum wir ständig in Zeitnot geraten, hinterfragt „Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit“ (D, 2012) und lässt dabei Experten zu Wort kommen, wie z. B. den Ex-Broker Douglas Tompkins („Der Computer ist eine Massenvernichtungswaffe“). „Frohes Schaffen“ (D, 2013) beleuchtet unsere „Work-Life-Balance“ mit satirischen Spielszenen, lässt aber auch in die Zukunft blicken: Jeremy Rifkin etwa plädiert dafür, Arbeitskraft künftig als „kreative Spielkraft“ zu verstehen. In „Schluss mit schnell“ (F, 2014) schließlich werden Männer und Frauen vorgestellt, die über einen sinnhaftem Umgang mit der Zeit zu einem selbstbestimmten Leben zurückgefunden haben. Entschleunigung scheint dabei das Mittel der Wahl. Intelligenter wäre indes, wenn wir schneller konstruktiv denken lernten, kontert der Bewusstseinsforscher Oleg Lohnes: „Die Realität erleben wir dann nämlich in Zeitlupe.“

→ Dieser Beitrag erschien in zeitgeist-Printausgabe 32.