Rückbindung an das wahre Menschsein

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Hören wir noch die Stimmen der Flüsse, Berge und Meere? Nein, meint der 2009 verstorbene Kulturhistoriker Thomas Berry, der uns in seinem Vermächtnis „Das Wilde und das Heilige“ unsere lädierte Beziehung zum Planeten Erde zu vergegenwärtigen sucht. Der Wildheit, dem Motor des Lebens, verdanken wir unsere Instinkte und die Kreativität.

„Wir missverstehen unsere Rolle, wenn wir annehmen, unsere historische Mission bestünde darin, den Planeten zu ‚zivilisieren’ oder zu ‚domestizieren’, als ob Wildheit etwas Destruktives anstatt die ultimative schöpferische Seinsform jeglichen Wesens wäre.“ Zweifelsfrei haben die Abgründe des Menschseins Spuren hinterlassen, die sich wie Furchen durch die Erde ziehen. Doch ein anderer Weg ist möglich, und das Buch gibt die Richtung vor, indem uns der Autor seine Vorstellung eines Miteinanders in Eintracht präsentiert: „Wir sind hier, um mit der größeren Erdgemeinschaft eine Ganzheit zu bilden.“ Berry gelingt es mit diesem Standardwerk der Tiefenökologie, Faszination zu wecken für das ausgeklügelte natürliche System auf unserem Globus, für den Facettenreichtum des Lebens – Nahrung für die Seele. Ein vielseitig durchdachtes Buch zu einer drängenden Problematik.

Titel: Das Wilde und das Heilige
Untertitel: The Great Work – Unser Weg in die Zukunft
Autor: Thomas Berry
Jahr: 2011
Verlag: Arun Verlag
Genre: Sachbuch
Aufmachung: 224 Seiten, gebunden

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