Energetische Psychologie: „Klopfen“ für die Seele

in der Serie „Außergewöhnliche Therapieformen“

Von ULRICH GÖRRES

Manuelle Techniken, die mit körpereigener Energie arbeiten, liegen im Trend, sowohl in der Psychotherapie als auch zur schnellen Selbsthilfe. Die „Energetische Psychologie“ verknüpft dabei westliche körperpsychotherapeutische Ansätze mit modernen neurophysiologischen Erkenntnissen. Durch gezielte Stimulation sogenannter „bioenergetischer Felder“ versucht man Störungen,  Blockaden oder biochemische Unausgewogenheiten zu beseitigen und Beschwerden vorwiegend psychosomatischer Natur zu lindern.

→ Artikelauszug: vollständiger Text in zeitgeist-Printausgabe 1-2009

Die von dem Psychologen Roger Callahan entwickelte Thought Field Therapy (TFT) sowie alle nachfolgenden Techniken, z. B. EDxTM (Diagnostic and Treatment Methods von Fred Gallo) oder EFT (Emotional Freedom Technique von Gary Craig), lehnen sich unter anderem an die Erkenntnisse aus der Traditionellen Chinesischen Medizin, speziell der Meridian- und Akupunkturlehre, an, wonach es eine Lebensenergie gibt, die möglichst frei fließen soll. Andere Grundannahmen der Energetischen Psychologie:

Das neue Paradigma: Die Ursache für negative Gefühle besteht nicht in der Erinnerung an ein traumatisches Erlebnis, wie von den gängigen psychologischen Schulen angenommen wird, sondern vielmehr in einem Ungleichgewicht im Energiefluss der Meridiane. Erinnerungen können zwar negative Gefühle auslösen, das eigentliche Problem sind aber die energetischen Auswirkungen davon, sprich: die „Unterbrechungen“ im Energiesystem. Ob dies so umfassend gesehen werden kann, wie Gary Craig es tut – er postuliert als Ursache aller unangenehmen Gefühle eine Störung innerhalb des körpereigenen Energiesystems –, sei dahingestellt. Als feste These gilt jedoch, dass jede psychische Regung bzw. die von ihr produzierte Energie mittels Klopfimpulsen beeinflusst werden kann.

Ein weiterer wichtiger Ausgangspunkt der Energetischen Psychologie ist das von Roger Callahan entdeckte Phänomen der „Psychologischen Umkehrung“, auch PU genannt. Diese äußert sich in Formen der Selbstsabotage durch innere Widerstände, wie sie wohl jeder aus dem Alltag kennt, etwa: Obwohl man fest entschlossen ist, seinen Schreibtisch aufzuräumen, schafft man es irgendwie nie, damit anzufangen. Da sind unbewusste Kräfte am Werk, die uns daran hindern, in der Regel allerdings nur zeitweise. Sie können indes auch grundsätzlicher Natur sein, wenn wir z. B. den Glaubenssatz „Ich bin nichts wert“ verinnerlicht haben. Bei Depressionen spielen PUs eine wichtige Rolle. (…)

Mehr über die Methoden der Energetischen Psychologie und ihre Anwendungsmöglichkeiten finden Sie in Ausgabe 1-2009.

 

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