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    Thema der Veranstaltung:

    Buchpremiere "Deutschland im Umbruch"

    Gespräch mit Willy Wimmer

    Willy Wimmer, für die CDU/CSU zwischen 1976 und 2009 im Deutschen Bundestag, ist ein präziser Beobachter des politischen Geschehens in Europa. Er präsentiert im Aktionsradius sein neues Buch "Deutschland im Umbruch" und stellt sich den Fragen von Hannes Hofbauer (Promedia Verlag) – zwei Jahre nach der ersten Begegnung im Mai 2016 zum Thema „Europa am Ende?“. Mit dem neuen Buch legt er einen speziellen Fokus auf die Umbrüche in Deutschland, die er folgendermaßen charakterisiert:

    Willy Brandt, für die junge Generation in Deutschland ein Bundeskanzler in grauer Vorzeit, gab Deutschland eine hoffnungsvolle Zukunft. “Mehr Demokratie wagen“, so formulierte er den Leitfaden, der den Menschen im Lande eine Zukunft in Freiheit, Toleranz und Würde geben konnte und auch sollte. Generationen leben in Deutschland, die diese „Bonner Republik“, das soziale und wirtschaftlich erfolgreiche Deutschland, regelrecht verinnerlich haben und das heutige Deutschland mit ihren Lebenserfahrungen gleichsetzen. Sie bedenken nicht, dass ein demokratisch überzeugendes Gemeinwesen an leistungsfähige Strukturen gebunden ist und mit dem Umzug von Regierung und Parlament 1999 von Bonn nach Berlin ein tiefgreifender Wandel das Land seither bestimmt. „Mehr Demokratie wagen“ mutierte im politischen Berlin zu „Mehr Fremdbestimmung akzeptieren“. Davon ist das gesamte staatliche Handeln betroffen, sei es für das Land selbst oder für das Wirken Deutschlands nach außen. Die im eigenen Land nicht mehr anzutreffenden demokratischen Grundstrukturen werden anderen Ländern gegenüber über Wahlbeobachtungen dortiger Wahlen eingefordert. Selbst stellt man sich dieser Demokratie-Kontrolle aus Hochmut und Arroganz nur widerwillig oder gar nicht. Man nimmt Staaten in die eigenen internationalen Vertragsorganisationen auf, die den Hass auf Nachbarn predigen. Staaten und Völker, die für gute Nachbarschaft und gleichberechtigte Beziehungen eintreten, zeigt man die kalte Schulter und marschiert gegen sie auf. In Sachen „Krim“ will man unter allen Umständen den aus der NATO organisierten Putsch in Kiew des Jahres 2014 zu einem späten Erfolg führen. Deutschland will weder mit der Demokratie eines Willy Brandt noch dem Frieden in Europa und der Welt etwas zu tun haben.

    Büchertisch und persönliches Signierenlassen vor Ort möglich.

    Weitere Infos in Kürze hier.

    Datum: Donnerstag, 19. April 2018, Beginn: 19:30 Uhr
    Veranstaltungsort: Wien, genauer Ort wird noch bekannt gegeben

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