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Nachdenkliches & Humorvolles

"Soziale Kälte": berechtigte Verbalkeule oder vielmehr Killerargument?

Von WILFRIED MEYER

Soziale Kälte – der Begriff geistert immer wieder durch die Medien. Und nicht nur dort, nein, er spukt auch in vielen Köpfen herum. Der Autor wechselt im Beitrag mehrmals die Perspektive und versucht so auszuleuchten, wie perfide mit diesem „Schlagwort“ Politik betrieben wird.

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Werte als orwellscher Begriff – eine Provokation

Von FRIEDERIKE BECK

Welche sind eigentlich diese ominösen Werte, die von Politikern und Medien gebetsmühlenartig bemüht werden, wenn sie von unserer Wertgemeinschaft schwärmen? Und wie qualifiziert man sich überhaupt, Teil jener Gemeinschaft zu sein oder gar zu werden? Der nachfolgende Artikel ist die Abschrift eines Vortrags, den zeitgeist-Autorin Friederike Beck am 5. August 2012 auf dem 1. DENKFIGUREN-Philosophie-Festival in Dresden hielt.

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Die Rückkehr der Hornbrille

Von MARTIN SCHIPPAN

Spaziert man durch deutsche Großstädte, wie etwa durch die Party-Metropole Berlin, und bewegt sich dabei in einschlägigen Vierteln, wie hier im Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, fallen einem überdimensionale Brillengläser auf, die auf den Nasen von meist hageren und schlaksig wirkenden Zeitgenossen sitzen. Unabhängig, ob diese breit gerahmten Gestelle zur Gesichts- und Körperform passen, werden sie von modebewussten Szene-Gängern zur Schau gestellt. Zusammen mit Röhrenjeans, bedrucktem Stoffbeutel und Club-Mate gehört die Sehhilfe aus Horn, die auch aus Fensterglas bestehen kann, zum unverzichtbaren Accessoire von Menschen, die „dazu“ gehören. Durch sie sollen ihrer Träger, die im Szene- und Volksmund „Hipster“ geschimpft werden, wohl intelligenter wirken als die Besitzer eher dezenter Gestelle.

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Werte: Beständigkeit – was immer gilt

Von MARTIN VITT

Alles verändert sich. Eine „Binsenweisheit“, die zum Widerspruch einlädt! Gibt es Dinge, die gleich bleiben? Gibt es Tatsachen, die einen bleibenden Charakter haben? Existieren ewige Wahrheiten?

Wenden wir uns an die Philosophie, die Physik und an unsere gemachten Erfahrungen, erhalten wir spannende Antworten. Gedankengänge die einladen, einen Weg einzuschlagen, der Grenzen überschreiten kann.

In der Philosophie führt der Gedanke des ewig Bestehenden zu dem bekannten kausalen Gottesbeweis von Thomas von Aquin („ex ratione causae efficientis“). Dieser geht davon aus, dass alles in dieser Welt Existierende auf eine Ursache zurückzuführen ist. Setzt man nun für jede Ursache wieder eine Ursache voraus, würde dies unendlich in die „Leere“ führen. So postulierte bereits Aristoteles eine erste Ursache, die unverursacht sei und nannte diese „das erste unbewegte Bewegende“ oder einfach den „unbewegten Beweger“. Thomas von Aquin setzte diesen „unbewegten Beweger“ mit Gott gleich, da Gott eben jenes Wesen sei, welches ohne Ursache immer schon da und der Grund für diese Welt sei.

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Aktenzeichen Utoya: Was macht der Fall Breivik mit uns?

Von UWE HABRICHT

Der Amoklauf von Utoya, bei dem Anders Behring Breivik am 22. Juli 2011 auf der norwegischen Fjordinsel 69 Menschen tötete, ist nicht einfach vorbei, wenn er vorbei ist. Solch ein schlimmer Vorfall wirkt nach, macht betroffen. Das aktuell laufende Gerichtsverfahren erregt die Gemüter auf ein Neues, so dass es sich auf jeden Fall lohnt, eine tiefergehende Analyse zu wagen. Denn etwas, das uns derart ängstigt, fordert uns gleichermaßen auf, es genauer zu betrachten, Zusammenhänge ganzheitlich zu verstehen und als Gesellschaft daran zu wachsen.

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