Von MARTIN VITT
Alles verändert sich. Eine „Binsenweisheit“, die zum Widerspruch einlädt! Gibt es Dinge, die gleich bleiben? Gibt es Tatsachen, die einen bleibenden Charakter haben? Existieren ewige Wahrheiten?
Wenden wir uns an die Philosophie, die Physik und an unsere gemachten Erfahrungen, erhalten wir spannende Antworten. Gedankengänge die einladen, einen Weg einzuschlagen, der Grenzen überschreiten kann.
In der Philosophie führt der Gedanke des ewig Bestehenden zu dem bekannten kausalen Gottesbeweis von Thomas von Aquin („ex ratione causae efficientis“). Dieser geht davon aus, dass alles in dieser Welt Existierende auf eine Ursache zurückzuführen ist. Setzt man nun für jede Ursache wieder eine Ursache voraus, würde dies unendlich in die „Leere“ führen. So postulierte bereits Aristoteles eine erste Ursache, die unverursacht sei und nannte diese „das erste unbewegte Bewegende“ oder einfach den „unbewegten Beweger“. Thomas von Aquin setzte diesen „unbewegten Beweger“ mit Gott gleich, da Gott eben jenes Wesen sei, welches ohne Ursache immer schon da und der Grund für diese Welt sei.